<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>antikezukunft</title>
	<atom:link href="http://antikezukunft.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://antikezukunft.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Sun, 06 May 2012 19:35:57 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2.1</generator>
		<item>
		<title>War der Prophet gleichzeitig wirklich mit mehr als vier Frauen verheiratet?</title>
		<link>http://antikezukunft.de/2012/05/06/war-der-prophet-gleichzeitig-wirklich-mit-mehr-als-vier-frauen-verheiratet/</link>
		<comments>http://antikezukunft.de/2012/05/06/war-der-prophet-gleichzeitig-wirklich-mit-mehr-als-vier-frauen-verheiratet/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 06 May 2012 14:24:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>alimunzur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Brautgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Ehe]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Heirat]]></category>
		<category><![CDATA[Mahr]]></category>
		<category><![CDATA[Scheidung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://antikezukunft.de/?p=1375</guid>
		<description><![CDATA[Nach der offiziellen islamischen Geschichtserzählung war der Prophet des Islam gleichzeitig mit mehr als vier Frauen verheiratet. Es ist heute noch unter den muslimische Gelehrten strittig, ob es insgesamt neun, zwölf oder fünfzehn Frauen waren. Imam Kurtubi war sogar der Ansicht, dass es bis zu zweiundzwanzig Frauen waren (siehe hierzu: Kurtubi, &#8220;el-Cami’ li-Ahkami’l-Kur’an&#8221; 14/241-243). Obwohl der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><img src="http://home.arcor.de/muslimeindeutschland/images/symbole01seite018bild0001_480.gif" alt="" /></p>
<p>Nach der offiziellen islamischen Geschichtserzählung war der Prophet des Islam gleichzeitig mit mehr als vier Frauen verheiratet. Es ist heute noch unter den muslimische Gelehrten strittig, ob es insgesamt <strong>neun</strong>, <strong>zwöl</strong>f oder <strong>fünfzehn</strong> Frauen waren.<span id="more-1375"></span> Imam Kurtubi war sogar der Ansicht, dass es bis zu <strong>zweiundzwanzig Frauen</strong> waren (siehe hierzu: Kurtubi, &#8220;el-Cami’ li-Ahkami’l-Kur’an&#8221; 14/241-243).</p>
<p>Obwohl der Koran unter bestimmten Voraussetzungen die Anzahl der Frauen zur Heirat auf vier begrenzt, soll der <strong>Prophet privilegiert</strong> sein, mehr als vier Frauen zu ehelichen.</p>
<p>&#8220;<em>Und wenn ihr fürchtet, in Sachen der Waisen nicht recht zu tun, dann heiratet, was euch an Frauen gut ansteht, (ein jeder) zwei, drei oder vier.Und wenn ihr fürchtet, nicht gerecht zu behandeln, dann (nur) eine,oder was ihr  besitzt! So könnt ihr am ehesten vermeiden, unrecht zu tun</em>&#8221; (4:3). Dieser Koranvers wurde unmittelbar nach der Schlacht von Uhud im Jahre 625 offenbart. Der pakistanische Korankommentator <strong>Abu A’la Maududi</strong> (gest. 1979) schrieb dazu: &#8220;<strong><em>In diesem Krieg starben 70 muslimische Männer im Gefecht mit den Mekkanern, die größtenteils Kinder und Frauen hinterließen</em></strong>&#8221; (Tefhimul Kuran, Bd. 1, S. 321).</p>
<p>Die Gelehrten, die die Heirat des Propheten mit mehr als vier Frauen rechtfertigen, stützen sich auf den folgenden Vers:<br />
&#8220;<em>O Prophet, Wir haben dir (zu heiraten) erlaubt: deine Gattinnen, denen du ihren Lohn gegeben hast&#8230; auch eine (jede) gläubige Frau, <strong>wenn sie sich dem Propheten (ohne Gegenforderung) schenkt</strong> und falls der Prophet sie heiraten will: <strong>Dies ist dir vorbehalten unter Ausschluß der (übrigen) Gläubigen</strong> &#8211; Wir wissen wohl, was Wir ihnen   hinsichtlich ihrer Gattinnen und dessen, was ihre rechte Hand (an Sklavinnen) besitzt, verpflichtend gemacht haben -, damit für dich kein Grund zur Bedrängnis bestehe</em>&#8221; (33:50).</p>
<p><strong>Was genau ist mit &#8220;<em>Dies ist dir vorbehalten unter Ausschluß der (übrigen) Gläubigen</em>&#8221; gemeint</strong>? Um diesen Vers in seiner Gesamtheit zu verstehen, ist es erforderlich, andere Koranverse in Betracht zu ziehen. Hat der Koran denn nicht versichert  „<strong><em>Wir haben im Buch nichts vernachlässigt</em></strong>“ (6:38) und „<em>(Dies ist) ein Buch, dessen Zeichen eindeutig festgefügt und<strong> hierauf ausführlich dargelegt sind</strong> von Seiten eines Allweisen und Allkundigen&#8221;</em> (11:1).</p>
<p>Der Koranvers 33:50 „ <strong><em>wenn sie sich dem Propheten (ohne Gegenforderung) schenkt und falls der Prophet sie heiraten will</em></strong>“  wird erst im Zusammenhang mit Vers 4:4 im Koran näher erläutert, in welcher Angelegenheit der Prophet denn tatsächlich anderen Gläubigen bevorzugt wurde. Hier heißt es nämlich „<em>Und gebt den <strong>Frauen ihre Morgengabe als Geschenk</strong>. Wenn sie für euch aber freiwillig auf etwas davon verzichten, dann verzehrt es als wohlbekömmlich und zuträglich</em>&#8221; (Koran 4:4).</p>
<p>Der ehemalige Religionsminister der Türkei Prof. Süleyman Ates schrieb zu 4:4 folgendes: &#8220;<strong><em>Nach diesem Vers, hat jede Frau das Anrecht von ihrem zukünftigen Mann, eine Morgengabe (mahr, Alterssicherung) zu erhalten. Es ist eine Pflicht (fard) des Mannes, ihr die Morgengabe zu geben</em></strong>&#8221; (Yüce Kuranin Cagdas Tefsiri, Bd. 2, S. 202).</p>
<p>Das <strong>Privileg</strong> des Propheten im Gegensatz zu seinen Gefährten lag hauptsächlich daran, dass er <strong>nicht verpflichtet war, eine Morgengabe den Frauen auszuhändigen. Das wird im folgenden Koranvers deutlich zur Aussprache gebracht</strong>:„ <strong><em>wenn sich (die Frauen) sich dem Propheten (ohne Gegenforderung) schenkt und falls der Prophet sie heiraten will</em></strong>“ (33:50).</p>
<p>Der Koranvers 4:4 betont explizit, <span style="text-decoration: underline;">dass alle Männer (ausgenommen der Prophet) dazu angehalten sind, eine Morgengabe zu entrichten. </span>„<em>Und gebt den Frauen ihre <strong>Morgengabe als Geschenk</strong>. Wenn sie für euch aber freiwillig auf etwas davon verzichten, dann verzehrt es als wohlbekömmlich und zuträglich</em>&#8220;.</p>
<p>Die Höhe dieses Geldes variiert, es soll auf jeden Fall die Frau im Scheidungsfall mindestens 4 bis 6 Monate versorgen können. In Zeiten, wo es noch keine soziale Absicherung, oder gar staatliche Fürsorge gab, war es eine beträchtliche Erleichterung für die Frau (siehe hierzu ausführlich: Sure 65 Vers 1-6).</p>
<p>Im neunten Jahrhundert berichtete der arabische Historiker <strong>ibn Saad</strong> (gest. 845), dass Muhammed (a) nicht mehr als mit vier Frauen gleichzeitig verheiratet war. So beschreibt Ibn Saad in einer der bis heute ältestem erhalten gebliebenem Geschichtsbuch: &#8220;<em>Der Prophet wollte sich von einigen seiner Frauen scheiden lassen. Als der Vers</em> 33:51 <strong><em>&#8220;Du darfst zurückstellen, wen von ihnen du willst, und du darfst bei dir aufnehmen, wen du willst. Und wenn du doch eine von denjenigen begehrst, die du abgewiesen hast, dann ist das für dich keine Sünde</em></strong>&#8221; offenbart wurde, <span style="text-decoration: underline;">ließ sich Muhammed (a) von fünf seiner Frauen scheiden, und behielt vier seiner Frauen in der Ehe. Die fünf geschiedenen Frauen hießen, Ummu Habibe, Safiyye, Cuveyriye, Sevde und Meymune</span>&#8221; (ibn Saad, et-Tabakatu ´l Kubra, Bd. 8, S. 196).</p>
<p>Es ist in der heutigen Zeit sehr erstaunlich, dass kaum ein Biograph des Propheten darüber berichtet hat. Auch aus der Feder von nicht-muslimischen Islamwissenschaftlern, scheint die Schilderung von ibn Saad ausnahmslos entgangen zu sein.</p>
<p>Auch der bekannte Historiker und Zeitgenosse von <strong>ibn Saad, al-Balazuri</strong> (gest. 892) berichtete eine ähnliche Version. Balazuri fügte im Vergleich aber auch die vier Namen der Frauen hinzu, welche der Prophet als Ehefrauen bei sich behielt: &#8220;<strong><em>Als der Vers 33:51 offenbart wurde: &#8220;Du darfst zurückstellen, wen von ihnen du willst, und du darfst bei dir aufnehmen, wen du willst. Und wenn du doch eine von denjenigen begehrst, die du abgewiesen hast, dann ist das für dich keine Sünde&#8221; , ließ sich der Prophet von diesen Frauen scheiden</em>&#8220;</strong>:&#8221;<span style="text-decoration: underline;">Sevde, Ummu Habibe, Safiyye, Cuveyriye und Meymune und mit diesen Frauen &#8220;Aisa, Hafsa, Zaynap und Ummu Seleme führte er seine Ehe weiter</span>&#8221; (al- Balazuri, ansab al-aschraf, Bd. 1, S. 556).</p>
<p>Muhammed Hamidullah (gest. 2002) war der erste Propheten-Biograph des 20. Jahrhunderts, der die außergewöhnlich ehelichen Beziehungen von Muhammed (a) nicht tabuisierte. Hamidullah schrieb in seinem viel beachteten Werk: &#8220;<strong><em>Von nun an sollte der Prophet nur noch mit vier von seinen insgesamt neun Frauen die Ehe führen. Da die übrigen fünf Frauen nicht geschieden werden wollten, und unter allen Umständen in der Obhut des Propheten zu sein wünschten, so blieben sie mit dem Zugeständnis des Propheten nur noch im rechtlichen Sinne seine Ehefrauen. Die naturgemäße eheliche Beziehung, wurden nur noch mit seinen vier Frauen geführ</em></strong>t&#8221; (Islam Peygamberi,  Bd.1, S. 114).<br />
<strong><em><br />
</em></strong><em>Der Theologe und Publizist Dr. Mehemt Azimli schlussfolgert deshalb<strong>: &#8220;Wir können mit Gewissheit davon ausgehen, dass der Prophet die Anzahl von vier Frauen in der Ehe nie überschritt</strong></em>&#8221; (Siyeri Farkli okumak, S. 422-423).</p>
<p>Azimli erhält Zustimmung auch von Mustafa Islamoglu, dem in der Türkei einflussreichen Gelehrten . <span style="text-decoration: underline;">Nach Islamoglu überschritt der Prophet in seinem aktiven Eheleben nicht die Anzahl von vier Frauen. Da der Prophet bis zur Offenbarung des Koranverses 33:51-52 die Möglichkeit gehabt hatte, seine Frauen auszutauschen. Nach der Herabsendung dieser Verse, durfte er keine Frauen mehr eintauschen. Trotzdem wurde  die Zahl von vier </span><span style="text-decoration: underline;">nie</span><span style="text-decoration: underline;"> überschritten</span>  (Hayat Kitabi Kuran, S. 837, Fußnote 7).</p>
<p>Wie viele Frauen der Prophet letztendlich insgesamt hatte, kann wie oben angeführt ist, nicht genau ermittelt werden. Das liegt vor allem daran, dass eine Fülle von verschiedenen Überlieferungen sich im Umlauf befinden. Es kann aber mit Sicherheit angenommen werden, dass er immer nur mit vier Frauen eine aktive Ehe geführt hatte.  Nach der Offenbarung von al- Ahzab 50-52 wurde es ihm verwehrt, jemals wieder Ehefrauen auszutauschen:<br />
&#8220;<em>O Prophet, Wir haben dir (zu heiraten) erlaubt: deine Gattinnen, denen du ihren Lohn gegeben hast&#8230; auch eine (jede) gläubige Frau, wenn sie sich dem Propheten (ohne Gegenforderung) schenkt und falls der Prophet sie heiraten will: Dies ist dir vorbehalten unter Ausschluß der (übrigen) Gläubigen &#8211; Wir wissen wohl, was Wir ihnen   hinsichtlich ihrer Gattinnen und dessen, was ihre rechte Hand(an Sklavinnen) besitzt, verpflichtend gemacht haben -, damit für dich kein Grund zur Bedrängnis bestehe</em>.</p>
<p><strong><em>Du darfst zurückstellen, wen von ihnen du willst, und du darfst bei dir aufnehmen, wen du willst. Und wenn du doch eine von denjenigen begehrst, die du abgewiesen hast, dann ist das für dich keine Sünde</em></strong><em>. Das ist eher geeignet, daß sie frohen Mutes, nicht traurig und daß sie alle mit dem zufrieden sind, was du ihnen gibst.Gott weiß, was in euren Herzen ist. Allah ist Allwissend und Nachsichtig. Darüber hinaus ist dir weder erlaubt, Frauen zu heiraten noch sie gegen (andere)Gattinnen einzutauschen, auch wenn ihre Schönheit dir gefallen sollte, mit Ausnahme dessen, was deine rechte Hand (an Sklavinnen) besitzt. Und Allah ist Wächter über alles</em>&#8221; (30:50-52).</p>
<p>Siehe auch: <a href="http://tavhid.de/?p=1196">http://tavhid.de/?p=1196</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://antikezukunft.de/2012/05/06/war-der-prophet-gleichzeitig-wirklich-mit-mehr-als-vier-frauen-verheiratet/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kommen nur Muslime ins Paradies?</title>
		<link>http://antikezukunft.de/2012/04/30/gehen-nur-muslime-ins-paradies/</link>
		<comments>http://antikezukunft.de/2012/04/30/gehen-nur-muslime-ins-paradies/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 20:17:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>alimunzur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Koran]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Juden und Christen]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensführung]]></category>
		<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Ates]]></category>
		<category><![CDATA[Cennet]]></category>
		<category><![CDATA[Hölle]]></category>
		<category><![CDATA[Jenseits]]></category>
		<category><![CDATA[Paradies]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://antikezukunft.de/?p=1330</guid>
		<description><![CDATA[&#160; Am 14.10.10 trat der Prediger Pierre Vogel bei &#8220;Kerner&#8221; in der Sendung auf und sagte dem Moderator vor vielen Millionen Menschen, dass  nur Muslime ins Paradies gelangen könnten und er als Christ ganz bestimmt in die Hölle kommen wird. Wie betrachtet der Koran diese Angelegenheit? Kommen unter allen Umständen nur Muslime in den Himmel?  Wie stehen die Islamgelehrten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><img src="http://i.istockimg.com/file_thumbview_approve/8107469/2/stock-illustration-8107469-seamless-islamic-wallpaper.jpg" alt="Seamless Islamic Wallpaper Royalty Free Stock Vector Art Illustration" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Am 14.10.10 trat der Prediger Pierre Vogel bei &#8220;Kerner&#8221; in der Sendung auf und sagte dem Moderator vor vielen Millionen Menschen, dass  nur Muslime ins Paradies gelangen könnten und er als Christ ganz bestimmt in die Hölle kommen wird.<span id="more-1330"></span></p>
<p>Wie betrachtet der Koran diese Angelegenheit? Kommen unter allen Umständen nur Muslime in den Himmel?  Wie stehen die Islamgelehrten dazu, gibt es unter ihnen einen tragfähigen Konsens?</p>
<p>Beim ersten Anblick scheint Pierre Vogel und Co. das Paradies nur für die Muslime gepachtet zu haben. Sie stützen sich hauptsächlich auf den folgenden Koranvers: &#8220;<em>Wer eine andere Religion als den<strong> Islam</strong> will, <strong>sie soll von ihm nicht angenommen werden, und im Jenseits wird er verloren sein</strong></em>&#8221; (3:85).</p>
<p>In den meisten deutschen Koran-Übersetzungen wird der Begriff  &#8221;<strong>Islam</strong>&#8221; nicht übersetzt, sondern es wird beim arabischen Wortlaut belassen. So kann der Eindruck erweckt werden, der Islam sei eine abgeschlossene Institution einer bestimmten Gemeinschaft. Dass dies nicht so ist, wird in unzähligen Versen deutlich. Selbst die Jünger von Jesus (a) verstanden sich als Muslime, in dem sie zu ihm sagten: &#8220;<em>Bezeuge du, dass wir uns <strong>Gott ergeben</strong> haben</em> (<strong>bi-anna muslimun</strong>)&#8221; (3:52). Noch deutlicher vermittelt der Koran in 2:136, dass alle Gesandte und Propheten <strong>Gottergebene</strong> (arabisch: muslimun) waren: &#8220;<em>Sagt: Wir glauben an Gott und an das, was uns von droben erteilt worden ist, und das, was Abraham und Ismael und Isaak und Jakob und ihren Nachkommen erteilt worden ist, und das, was Moses und Jesus gewährt worden ist, und das, was allen (anderen) Propheten von ihrem Erhalter gewährt worden ist: Wir machen keinen Unterschied zwischen irgendeinem von ihnen</em>. <em>Und Ihm<strong> ergeben</strong> (<strong>muslimun</strong>) wir uns</em>&#8220;.</p>
<p>Muhammad Asad war einer der ersten Pioniere gewesen, der die maßgeblichen Begriffe wie &#8220;<strong>Islam</strong>&#8221; und &#8220;<strong>Muslim</strong>&#8221; richtig als &#8220;<strong>Hingabe</strong>&#8221; oder einer &#8220;<strong>der sich Gott ergibt</strong>&#8221; übersetzte (Die Botschaft des Koran, S. 15-16).</p>
<p>Deshalb kann der Koranvers:  &#8221;<em>Wer eine andere Religion als den<strong> Islam</strong> will, <strong>sie soll von ihm nicht angenommen werden, und im Jenseits wird er verloren sein</strong></em>&#8221; (3:85) nur so dem arabischen Original gerecht werden: &#8220;<em>Und wer folgt einer anderen Religion<strong> als der Ergebung</strong>, von dem wird nichts angenommen und im Jenseits ist er unter den Verlierern</em>&#8221; (Übersetzung nach Ahmad Milad Karimi, Herder Verlag 2009).</p>
<p>Der türkische Theologe und Autor einer zwölf bändigen Koranexegese Süleyman Ates ist der Ansicht, dass alle Menschen ins Paradies kommen können, sobald sie 1. an Gott glauben, 2. an den Tag des Jüngsten Gerichts, 3. und das Gute tun: &#8220;<em>Wahrlich, jene, die Glauben (an die göttliche Schrift) erlangt haben, wie auch jene, die dem jüdischen Glauben folgen, und die Christen und die Sabier – alle, die an<strong> Gott</strong> und den <strong>Letzten Tag</strong> glauben und <strong>rechtschaffene Taten</strong> tun, die haben gewiss ihren Lohn bei ihrem Erhalter, und keine Furcht brauchen sie zu haben, noch sollen sie bekümmert sein<strong>&#8221; </strong></em>(2:62 und 5:69). Die wichtigste Voraussetzung für Professor Ates ist, dass man Gott nichts beigesellt, also auch Jesus (a) nicht als Gottes Sohn verheiligt (Yüce Kuranin Cagdas Tefsiri, Bd. 1, S. 174).</p>
<p>Unterstützung erhält Ates von den renommierten Islamgelehrten Prof. Hayreddin Karaman. Auch nach Karaman können Juden und Christen ins Paradies gelangen. Voraussetzung dafür ist, dass nur Gott angebetet wird und Jesus (a) genauso wie die anderen Propheten ehrt und nicht vergöttert (Itikadi Meseleler, S. 40, 2010).</p>
<p>Ein anderer zeitgenössischer Theologe und Inhaber des Lehrstuhls der Universität von Istanbul, Abdulaziz Bayindir, vertritt eine andere Sichtweise als Ates und Karaman. Alle Nichtmuslime, die nicht unmittelbar den Koran in ihrer eigenen Sprache gelesen haben, können nicht zur Verantwortung im Jenseits gezogen werden. Das heißt im Klartext, dass auch sie ins Paradies gelangen können, sobald sie die <strong>drei</strong> Eigenschaften <strong>1. an Gott glauben, 2. an das Jenseits glauben </strong><strong>und</strong><strong> 3.  rechtschaffene Werke verrichten</strong>. Jene aber, egal ob Jude oder Christ, die sich intensiv und ausreichend mit dem Koran beschäftigt haben und weiterhin nicht an den letzten Propheten Muhammed (a) und den Koran als eine göttliche Schrift glauben, werden vom Paradies ausgeschlossen (siehe hierzu: Dogru Bildigimiz Yanlislar, S. 62-63, 3. Auflage).</p>
<p>Der islamische Denker und Buchautor Ihsan Eliacik, vertritt sogar eine dritte Position. Für ihn sind die Koranverse: &#8220;<em>Wahrlich, jene, die Glauben (an die göttliche Schrift) erlangt haben, wie auch jene, die dem jüdischen Glauben folgen, und die Christen und die Sabier – alle, die an<strong> Gott </strong>und den <strong>Letzten Tag</strong> glauben und <strong>rechtschaffene Taten</strong> tun, die haben gewiss ihren Lohn bei ihrem Erhalter, und keine Furcht brauchen sie zu haben, noch sollen sie bekümmert sein<strong>&#8220; </strong></em>(2:62 und 5:69) ausschlaggebend dafür, dass alle Menschen die an <strong>1. Gott glauben, 2. an das Jenseits glauben und 3. Gutes tun</strong>, ungeachtet ihrer Herkunft und Religion ins Paradies kommen werden. &#8220;<strong><em>Denn die Hölle und das Paradies stehen unter keinem Monopol der Menschen</em></strong>, so Eliacik (Yasayan Kuran, S. 677-678).</p>
<p><strong><em>&#8220;Siehst du nicht jene, welche sich selber für rein halten? Gott aber läutert, wen Er will. Und es soll euch nicht um ein Fädchen vom Dattelkern Unrecht geschehen&#8221;.</em></strong> (Koran 4:49).</p>
<p>Sagt der Koran denn nicht: &#8220;<strong><em>Siehe, die Muslime und die Juden und die Sabäer und die Christen und die Magier und die Polytheisten &#8211; Gott wird gewiss am Tage der Auferstehung zwischen ihnen entscheiden</em></strong>&#8221; (22:17).</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://antikezukunft.de/2012/04/30/gehen-nur-muslime-ins-paradies/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>14</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Koranverteilung der Salafisten &#8220;Projekt Lies&#8221;</title>
		<link>http://antikezukunft.de/2012/04/21/koranverteilung-der-salafisten-projekt-lies/</link>
		<comments>http://antikezukunft.de/2012/04/21/koranverteilung-der-salafisten-projekt-lies/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 21 Apr 2012 13:24:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>alimunzur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Der Koran]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensführung]]></category>
		<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsstaat]]></category>
		<category><![CDATA[Koran]]></category>
		<category><![CDATA[Koran-Übersetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Salafisten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://antikezukunft.de/?p=1309</guid>
		<description><![CDATA[&#160; Seit Anfang 2012 hat sich die Organisation &#8220;Die wahre Religion&#8221; zum Ziel gesetzt, 25 Millionen Koran-Exemplare in Deutschland gratis zu verteilen (siehe Focus-Online, 11.04.2012). Das Anliegen des Vereins ist nach eigenen Angaben, dass verzerrte Islambild dadurch zu korrigieren und öffentlich für die Religion zu werben. Für die Ausgabe wurde die Übersetzung  &#8221;Der Edle Quran, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><img src="http://www.blu-news.org/wp-content/uploads/2012/02/Salafisten-Koran-umsonst.jpg" alt="" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Seit Anfang 2012 hat sich die Organisation &#8220;Die wahre Religion&#8221; zum Ziel gesetzt, 25 Millionen Koran-Exemplare in Deutschland gratis zu verteilen (siehe Focus-Online, 11.04.2012).<span id="more-1309"></span> Das Anliegen des Vereins ist nach eigenen Angaben, dass verzerrte Islambild dadurch zu korrigieren und öffentlich für die Religion zu werben. Für die Ausgabe wurde die Übersetzung  &#8221;Der Edle Quran, die ungefähre Bedeutung in der deutschen Sprache&#8221; von Muhammad ibn Ahmad ibn Rassoul verwendet.</p>
<p>Ist die Koran-Übersetzung von Rassoul wirklich konstruktiv dafür geeignet, vorurteile abzubauen? Kritiker dieser Koranausgabe kommen sogar zu dem Entschluss, dass die kostenlose Verteilung im Gegenteil, eine fatale Auswirkung erzielen kann.</p>
<p>Anhand einiger Beispiele soll nun demonstriert werden, weshalb die verschenkten Koranausgaben der Salafisten, grundsätzlich nicht sehr hilfreich sein können.</p>
<p>1. In Sure 2 Vers 25 heißt es in der Übersetzung von Rassoul: &#8220;<em>Und Ihnen gehören darin<strong> Gattinnen</strong> vollkommener Reinheit</em>..&#8221; was impliziert, dass nur die Männer im Paradies Idealpartner erhalten.</p>
<p>Der gleiche Vers lautet in der überarbeiteten Übersetzung von Murad Wilfried Hofmann folgendermaßen: &#8220;<em>Und darin werden sie reine <strong>Partner</strong> haben</em>..&#8221; und erläutert mit einer Fußnote: &#8220;<em>Das arabische Wort dafür (zwaj, pl. azwaj) ist nicht <strong>geschlechtsgebunden</strong>. <strong>Danach werden Frauen wie Männer im Paradies Partner des anderen Geschlechts haben</strong></em>&#8221; (Der Koran, Verlag Diederichs, S. 30).</p>
<p>&#8220;<em>Und ihnen gehören dort<strong> Ehepartner</strong>, reine.</em>.&#8221; (Übersetzung nach Ahmad Milad Karimi, Verlag Herder, S. 2).</p>
<p>Der Koranexeget Elmalili Hamdi Yazir (gest. 1942) schreibt dazu: &#8220;<strong><em>Im Paradies erhalten sowohl Männer, als auch Frauen ihre Partner</em></strong>&#8221; (Hak Dini, Kuran Dili, Bd.1, S. 238).</p>
<p>2. Ein noch größeres Problem in der Übersetzung von Rassoul ist, dass es vor allem keine Kommentierung enthält. Hierzu auch einige Beispiele aus Rassouls Koran-Übersetzung 2:191: &#8220;<em><strong>Und tötet sie, wo immer ihr auf sie stoßt</strong>, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben..&#8221; </em></p>
<p>Um diesen Koranvers zu verstehen, ist es unabdingbar, sich mit der historischen Begebenheiten vertraut zu machen. Wann und warum wurde dieser Vers offenbart, wird von Rassoul nicht erläutert. So kann der Nicht-Muslim, der zum ersten Mal den Koran liest, dadurch irritiert werden und als Aufruf verstehen, alle Nicht-Muslime zu jeder Zeit zu bekämpfen.</p>
<p>In anderen Übersetzungen werden die Erläuterungen in Klammern hinzugefügt, um vermeidbare Missverständnisse präventiv vorzubeugen, wie in der Übersetzung von Moustafa Maher zu 2:191: &#8220;<em>Die Feinde (<strong>die euch als erste angreifen</strong>) sollt ihr überall dort schlagen, wo ihr sie findet und sie aus den Stätten vertreiben, aus denen sie euch vertrieben haben</em>&#8220;(Der Quran, S. 21).</p>
<p>So wird ersichtlich, dass der maßgebliche Koranvers sich auf das Verhalten in einem bereits in Gang befindlichen Krieg bezieht, d. h. nicht auf das Recht zum Krieg, sondern auf das Recht, sich im Kriege zu verteidigen.</p>
<p>Muhammad Asad kommentiert: &#8220;Dieser und die folgenden Verse legen unzweideutig fest, dass nur Selbstverteidigung (im weitesten Sinn des Wortes) den Krieg für Muslime erlaubt sein lässt. Die meisten Kommentatoren stimmen darin überein, dass der Ausdruck la ta´tadu in diesem Zusammenhang bedeutet &#8220;begeht keine Aggression&#8221;; während mit &#8220;al-mu´tadin&#8221; jene, die Aggression begehen gemeint sind. <em><strong>Erlaubt (zu kämpfen) ist jenen gegeben, gegen die unrechtmäßig Krieg geführt wird</strong></em>&#8221; so der Koran in 22:39. Das diese frühe, grundlegende Prinzip der Selbstverteidigung als die einzig mögliche Rechtfertigung für Krieg im Quran durchweg aufrechterhalten wurde, zeigt sich an 60:8 wie auch an dem abschließenden Satz von 4:91, die beide zu einem späteren Zeitabschnitt als der obige Vers gehören&#8221;. (Die Botschaft des Koran, S. 74).</p>
<p>3. Ein weiteres Beispiel. In Sure 4 Vers 34 heißt es bei Rassoul in der Übersetzung: &#8220;<em>Ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und <strong>schlagt sie</strong></em>!&#8221;. Jene, die zum ersten Mal diese Stelle lesen, könnten davon ausgehen, dass der Koran zum Züchtigen der Frauen befehle.</p>
<p>In der Übersetzung von Moustafa Maher lässt sich der Vers so lesen: &#8220;<em>Die Frauen, bei denen ihr fürchtet, sie könnten im Umgang unerträglich werden, müsst ihr beraten. Wenn das nichts nützt, dürft ihr euch von ihren Schlafstätten fernhalten; wenn dass nichts nützt, <strong>dürft ihr sie (leicht) strafen (ohne sie zu erniedrigen)&#8221;.</strong></em></p>
<p>Das kein Mann das Recht hat, seine Frau im wörtlichen Sinne zu schlagen, wird von den Aussagen und Empfehlungen des Propheten Muhammad deutlich unterstrichen: <em>Die Frauen sind die Zwillingshälften der Männer. Gott erlegt euch auf, eure Frauen gut zu behandeln, denn sie sind eure Mütter, Töchter und Tanten. Die ihre Frauen schlagen, handeln nicht gut. Die Rechte der Frau sind heilig. Sorge dafür, dass ihr die Rechte gegeben werden, die ihnen zustehen. (</em>siehe hierzu die Botschaft des Koran “Muhammad Asad“, S.158 Fußnote 45 aber auch Salim Abdullah in “Islam”, S.126.)</p>
<p>Daher empfiehlt es sich, den Koran mit einem kompetenten Koran–Kommentar zu lesen. Im deutschsprachigen Raum, sind vier Koran–Übersetzungen besonders hervorhebend:</p>
<p>1. Der Koran, überarbeitet und leicht kommentiert von Dr. Murad Wilfried Hofmann. Bei Verlag Diederichs erschienen, 8.Auflage 2011.</p>
<p>2. Die Botschaft des Koran, von Muhammad Asad  -Verlag Patmos, 2. Auflage 2011.</p>
<p>3. Der Koran und seine Übersetzung, von Ali Ünal –Verlag Fontaene 2009.</p>
<p>4. Der Quran, Moustafa Maher- Ägypten/Kairo</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://antikezukunft.de/2012/04/21/koranverteilung-der-salafisten-projekt-lies/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>13</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Warum gibt es Leid und Übel?</title>
		<link>http://antikezukunft.de/2012/04/03/warum-gibt-es-leid-und-ubel/</link>
		<comments>http://antikezukunft.de/2012/04/03/warum-gibt-es-leid-und-ubel/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 22:14:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>alimunzur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Koran]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensführung]]></category>
		<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Leid]]></category>
		<category><![CDATA[Schicksal]]></category>
		<category><![CDATA[Übel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://antikezukunft.de/?p=1283</guid>
		<description><![CDATA[Eines der am häufigsten wiederholten Argumente der Atheisten, die die Existenz Gottes anzweifeln, ist, dass so ein gütiger Gott viel Leid und Elend im Leben zulässt. Wie kann ein barmherziger und gerechter Gott die Menschen und ihre Umwelt mit Leid und Katastrophen versehen? Im Jahre 2007 erschien die deutsche Ausgabe des Buches &#8220;Der Gottes Wahn&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><img class="alignnone" src="http://rlv.zcache.com/islam_arabic_metallic_ornament_engagement_wedding_invitation-p161009758164677673zv0qo_400.jpg" alt="" width="400" height="400" /></p>
<p>Eines der am häufigsten wiederholten Argumente der Atheisten, die die Existenz Gottes anzweifeln, ist, dass so ein gütiger Gott viel Leid und Elend im Leben zulässt<span id="more-1283"></span>. Wie kann ein barmherziger und gerechter Gott die Menschen und ihre Umwelt mit Leid und Katastrophen versehen? Im Jahre 2007 erschien die deutsche Ausgabe des Buches &#8220;Der Gottes Wahn&#8221; von dem Evolutionsbiologen Richard Dawkins. Sein Werk war binnen weniger Tagen ein Bestseller und erreichte innerhalb weniger Wochen zweistellige Auflagen. Dawkins fasst seine Überlegung über Gott und  der Monotheistischen Religionen  wie folgt vulgär zusammen: &#8220;<em>Er ist eifersüchtig und auch noch stolz darauf, ein kleinlicher, ungerechter, nachtragender Überwachungsfanatiker; ein rachsüchtiger, blutrünstiger ethnischer Säuberer</em>&#8230;&#8221; (Der Gottes Wahn, S. 45).</p>
<p>Der Mathematik Professor und Muslim Jeffrey Lang, durchlebte etwa mit 18 Jahren eine schwierige Sinnkrise durch. Bevor er Jahre später zum Islam konvertierte, fragte er sich  oft als Atheist : &#8220;<em>Wenn es einen Gott gibt, und er ist barmherzig und liebend, warum leiden dann so viele auf dieser Erde? Warum nimmt er uns nicht in den Himmel? Warum all diese Menschen zum Leiden schaffen</em>? (Islam, was steckt dahinter, S. 55).</p>
<p>Selbst ein großer Prophet wie Moses (a) fragt im Alten Testament verzweifelt: &#8220;Herr, warum tust du so übel an diesem Volk? (2. Mose 5, 22).</p>
<p>Wie ist das Leid-Verständnis nach dem Koran zu verstehen? Warum wird das Elend auf dieser Welt von Gott geduldet? Ist Gott gar ein ungerechter, wie Dawkins oben behauptet und anführt?</p>
<p>Nach islamischer Lehre ist die Welt für den Menschen der Ort seiner Bewährung. Sämtliche Koranstellen weisen daraufhin wie etwa in:</p>
<p>&#8220;<em>Meinen die Menschen, sie würden in Ruhe gelassen werden; nur weil sie sagen: Wir glauben,<strong> und sie würden nicht auf die Probe gestellt werden? Wir stellten doch auch die auf die Probe, die vor ihnen waren</strong></em>&#8221; (29:2-3).&#8221;</p>
<p>&#8220;<em>Der den Tod geschaffen hat und das Leben, <strong>dass Er euch prüfe, wer von euch der Beste ist im Handeln</strong></em>&#8221; (67:2).</p>
<p>&#8220;<em>Jedes Lebewesen soll den Tod kosten, und <strong>Wir stellen euch auf die Probe mit Bösem und Gutem, als eine Prüfung</strong></em>..&#8221; (21:35).</p>
<p>Andere Verse wie z. B. Sure 7:168 vermitteln nachdrücklich, dass die Prüfung (mit Bösem und Gutem) auch eine bestimmte Funktion haben soll. Vor allem dienen sie der erzieherischen Zwecken: &#8220;<strong><em>Und Wir schlugen sie mit Gutem und mit Bösem, auf das sie vielleicht umkehrten</em></strong>&#8221; (siehe hierzu: Navid Kermani, Der Schrecken Gottes, S. 24-31).</p>
<p>Mit dem Koranvers &#8220;<strong><em>auf das sie vielleicht umkehrten&#8221;  </em></strong>sollen die Menschen wieder an das Wesentliche denken, an den Sinn des Lebens schlechthin. &#8220;Und Ich (Gott) habe die <strong><em>Jinn</em></strong> und die <strong><em>Menschen</em></strong> nur (dazu) erschaffen, damit sie <em>Mir <strong>dienen</strong>&#8221; (</em>51:56).</p>
<p>In der Heiligen Schrift wird auch beteuert, dass es unzählige Beweise für die Existenz Gottes vorzufinden sei:</p>
<p>&#8220;<strong><em>Und an wie vielen Zeichen in den Himmeln und auf Erden gehen sie achtlos vorüber</em></strong>?&#8221; (12:105).</p>
<p>Für den Philosophen Professur Richard Swinburne, stellt das Leiden auf Erden eine positive Kehrseite des Lebens dar. Ja, es sei eine unabdingbare Notwendigkeit im Leben. Ohne das Negative auf der Welt erfahren zu haben, wird es nicht möglich sein, das Positive in ihm zu schätzen. Nur durch die Induktion (Methode, aus Einzelfällen auf das Allgemeine zu schließen) kann das Leid und der Übel auf ein Minimum reduziert werden. So schrieb er bereits 1979 folgendes: &#8220;<em>Die Existenz vieler natürlicher Übel der beschriebenen Art ist logisch notwendig für die Existenz einer Welt des schon charakterisierten Typs. Denn diese Übel sind notwendig, wenn handelnde Wesen wissen sollen, wie sie Übel herbeiführen oder auch verhindern können; dass aber müssen sie wissen, wenn es wirklich von ihrer Entscheidung abhängen soll, ob sie Ü</em><em>bel herbeiführen oder aber Gutes tun wollen. Wie sollen handelnde Wesen ihr Wissen erwerben, woher insbesondere sollen sie wissen, welche ihre Handlungen für sie selbst oder für andere wohltuend und welche verderblich sein werden</em>?&#8221;</p>
<p>&#8220;<em>Gott habe Grund, natürliche Übel zuzulassen, um den Menschen die Möglichkeit zu geben, selbst herauszufinden, wie sie Übel verursachen aber auch vermeiden können, nur jene Übel erklärt, die durch vorhergehende Ursachen physisch notwendig oder wahrscheinlich bewirkt werden.. ..In einer geordneten Welt gibt es aber solche zufälligen Übel nicht. Sämtliche Übel werden durch Vorgänge bewirkt, aus denen sich erschließen lässt, auf welche Weise solche Übel herbeigeführt oder vermieden werden können</em>&#8221; (Die Existenz Gottes, S. 275-308).</p>
<p>Der Koran weist unumständlich darauf hin, dass der Mensch selbst derjenige ist, der sich und seiner Umwelt Übel und Leid zufügt:</p>
<p>&#8220;<em>Siehe, <strong>Gott fügt den Menschen kein Unrecht zu, vielmehr fügen die Menschen sich selber Unrecht zu</strong></em>&#8221; (10:44).</p>
<p>&#8220;<em>Wer das Rechte tut, der tut es zu seinem Vorteil. Und wer Böses tut, tut es zu seinem Schaden. <strong>Dein Herr tut Seinem Dienern kein Unrecht</strong></em>&#8221; (41:46).</p>
<p>Es bleibt dem gläubigen Menschen nur eines, nämlich &#8220;wahrhaft gerecht zu sein, in Armut und Krankheit und Kriegszeit Stand zu halten. Denn sie sind es, die sich redlich bewährt haben und gottesfürchtig sind (vgl. 2:178).<em>&#8220;</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://antikezukunft.de/2012/04/03/warum-gibt-es-leid-und-ubel/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>12</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ist der Koran unvollständig?</title>
		<link>http://antikezukunft.de/2012/03/18/ist-der-koran-unvollstandig/</link>
		<comments>http://antikezukunft.de/2012/03/18/ist-der-koran-unvollstandig/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 18 Mar 2012 10:30:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>alimunzur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Koran]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensführung]]></category>
		<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[authentisch]]></category>
		<category><![CDATA[Heilige Schrift]]></category>
		<category><![CDATA[Koran]]></category>
		<category><![CDATA[Unversehrtheit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://antikezukunft.de/?p=1262</guid>
		<description><![CDATA[&#160; Seit einiger Zeit werden in verschiedenen Publikationen vermehrt zur &#8220;Entstehung des Koran&#8221; zweifelhafte Berichte über die Authentizität des Korantextes überliefert. Laut die im &#8220;Auftrag des Amtes der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD)&#8221; herausgegebene Publikation &#8220;Was jeder vom Islam wissen muss&#8221; ist die Koranausgabe von heute, erst zwei Jahrhunderte nach dem Propheten entstanden. Es wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>&nbsp;</p>
<p><img src="http://www.primolo.de/archiv/islam4b/hp_bilder/koran_page.jpg" alt="" /></p>
<p>Seit einiger Zeit werden in verschiedenen Publikationen vermehrt zur &#8220;Entstehung des Koran&#8221; zweifelhafte Berichte über die Authentizität des Korantextes überliefert.<span id="more-1262"></span> Laut die im &#8220;Auftrag des Amtes der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD)&#8221; herausgegebene Publikation &#8220;Was jeder vom Islam wissen muss&#8221; ist die Koranausgabe von heute, erst zwei Jahrhunderte nach dem Propheten entstanden. Es wird in der Ausgabe folgendes berichtet: <em><strong>Die moderne religionswissenschaftliche Forschung hat ihrerseits textkritische Methoden angewandt und ist hinsichtlich der Textentstehung des Korans zu teilweise erheblich abweichenden Ergebnissen gekommen</strong>. Dabei wird die frühe schriftliche Fixierung ebenso entschieden vertreten wie- analog zur Bibelwissenschaft- die These der allmählichen Entwicklung <strong>über zwei Jahrhunderte hinweg</strong>&#8221; </em>(Was jeder vom Islam wissen muss, S. 15).</p>
<p>Ist der Korantext, den wir heute besitzen, tatsächlich abweichend vom Urtext? Was sagt die Koranforschung dazu?</p>
<p>Für Rudi Paret, dem Islamwissenschaftler und Übersetzer des Korans ins Deutsche, gibt es keinen Grund dafür, an dem Korantext von heute zu zweifeln. Nach über fünfzig Jahre Forschung zum Koran, kam Paret zu der Schlussfolgerung: &#8220;<em><strong>Wir haben keinen Grund anzunehmen, dass auch nur ein einziger Vers im ganzen Koran nicht von Mohammed selber stammen würde&#8221;</strong></em> (Vorwort zu &#8220;Der Koran&#8221; Kohlhammer Verlag, 1966).</p>
<p>Auch kritische Islamforscher wie John Burton, mussten unweigerlich nach der Anwendung von textkritischen Methoden zugeben: &#8220;<em><strong>Was wir heute in unseren Händen halten, ist der mushaf (Buch) des Muhammed</strong></em>&#8221; (The Collection of the Quran, S. 239, Cambridge 1977).</p>
<p>Der Pfarrer und Missionar Emanuel Kellerhals (gest. 1973) stellt einen bemerkenswerten Vergleich zwischen der Bibel und dem Koran: &#8220;<em>Die Bibel ist bekanntlich nicht ein einziges Buch, sondern eine Bibliothek, eine Sammlung von 66 Büchern, deren Verfasser uns zum Teil dem Namen nach bekannt sind, zum Teil aber bescheiden hinter dem Vorhang der Anonymität verborgen bleiben. Der Koran aber ist ein Werk eines einzigen Mannes ohne jede Zutat von einer anderen Hand, von ihm persönlich in die Feder eines treuen Schreibers diktiert. Der griechische Urtext des Neuen Testaments ist in mindestens 3000 verschiedenen Handschriften überliefert, von denen die älteren (vollständigen) bis zum Jahr 350 n. Chr. zurückgehen; einzelne kurze Abschnitte, die auf Papyrus geschrieben sind, reichen allerdings nahe bis an den Beginn des 2. Jahrhunderts heran.. <strong>Der Koran jedoch ist spätestens 15-20 Jahre nach dem Tod seines Verfassers in die endgültige, wörtlich, ja buchstäblich gesicherte und unverändert überlieferte Form gebracht worden&#8221; </strong></em>(Koran und Bibel, S. 6-7, Calwer Hefte 1963).</p>
<p>Für seine unermüdliche Forschungsarbeiten zu den Heiligen Schriften, kam der französische Wissenschaftler Maurice Bucaille zu der Erkenntnis, dass nur der Koran über Jahrhunderte hinweg, zu hundert Prozent einwandfrei erhalten geblieben ist. Bucaille veröffentlichte seine Studie nach zehn jähriger Arbeit unter dem Titel &#8220;Bibel, Koran und Wissenschaft, die Heiligen Schriften im Licht moderner Erkenntnisse&#8221;. So schrieb er unter der Überschrift &#8220;Der Koran und die moderne Wissenschaft&#8221;:</p>
<p>&#8220;<em>Nun, es konnte keinen Zweifel geben: <strong>der Text des Koran, den wir heute besitzen, ist sehr wohl der von damals</strong></em>&#8221; (Bibel, Koran und Wissenschaft, S. 131).</p>
<p>Ein anderer Punkt, den nicht- muslimische Autoren immer wieder publizieren, ist die angebliche Unvollständigkeit des Korantextes. So heißt es: &#8220;<em>Gegen die autoritative Version (des Koran) erhoben die Schiiten den Vorwurf, Uthman (gest. 656) habe Verse aus dem Koran ausgeschlossen, die für Ali, den Schwiegersohn Muhammads, als Kalifen sprachen&#8221; </em>(Was jeder vom Islam wissen muss, S. 15).</p>
<p>Bemerkenswerterweise werden zu dieser Sichtweise keine Quellen dargeboten. Wie sehen und beurteilen denn die schiitischen Gelehrte darüber? War für sie der Koran zu Lebzeiten des Propheten tatsächlich um einiges umfangreicher als der Text von heute? Welche Position vertreten zeitgenössische schiitische Geistliche dazu?</p>
<p>Einer der grössten schiitischen Gelehrten des 20. Jahrhunderts, Allame Tabatabai (gest. 1981) nahm zu den oben aufgeführten Vorwurf Stellung: &#8221; Für den vierten Kalifen Ali (gest. 661) war der Koran absolut authentisch zusammengetragen. Er entzündete auch keine Opposition von der von Uthman erstellten Korankopien. Weder Ali (r) noch seine Familie (Ahlu Bayt) hatten je Einwände gegen den zusammengetragenen Text gehabt&#8221; (siehe hierzu: El-Quran fi´l -Islam, S. 137, Beyrut 1978).</p>
<p>Ein anderer wichtiger Mufassir (Korangelehrter) und Zeitgenosse von Tabatabai, Murtaza Mohtahari (gest. 1979) bekräftigte noch einmal die Unversehrtheit des Korantextes, in dem er schrieb: &#8220;<em><strong>Obwohl viele Jahrhunderte seit seiner Entstehung vergangen sind, ist der Koran bis heute unversehrt geblieben</strong>&#8220;</em> (Kuran üzerine, S. 22, Teheran, 1984).</p>
<p>Gegen alle Verdächtigungen spricht insbesondere, dass Ali (r) als 4. Kalif die Macht gehabt hätte, Korrekturen am Koran anzuordnen; dass er dies nicht tat, zeigt, wie überzeugt er von der Vollständigkeit der Abu Bakr-Uthman&#8217;schen Fassung war (Koran, Murad Wilfried Hofmann, S. 28).</p>
<p>Hatte der Koran denn nicht prophezeit: <em><strong>&#8220;Wahrlich, Wir sandten die Ermahnung herab, und Wir wollen fürwahr ihr Bewahrer sein&#8221; </strong></em>(15:9).</p>
<p>&#8220;<strong><em>Vollkommen ist das Wort deines Herrn in Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit. Es gibt niemandem, der Seine Worte abändern könnte&#8221; </em></strong>(6:115).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://antikezukunft.de/2012/03/18/ist-der-koran-unvollstandig/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Verführte Eva Adam?</title>
		<link>http://antikezukunft.de/2012/03/06/verfuhrte-eva-adam/</link>
		<comments>http://antikezukunft.de/2012/03/06/verfuhrte-eva-adam/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 06 Mar 2012 19:35:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>alimunzur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Koran]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensführung]]></category>
		<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Adam]]></category>
		<category><![CDATA[Erbsünde]]></category>
		<category><![CDATA[Eva]]></category>
		<category><![CDATA[Verführung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://antikezukunft.de/?p=1247</guid>
		<description><![CDATA[Eines der grundlegendsten Verunglimpfung gegen die Frauen in der Menschheitsgeschichte ist zweifelsohne die Rolle von Eva als Prototyp einer Verführerin.  Seit Jahrtausenden wird den Frauen der Vorwurf gemacht, ein Pakt mit dem Teufel geschlossen zu haben. Eva habe sich vom Satan beeinflussen lassen und anschließend auch ihren Mann Adam von den Früchten&#8221;vom Baum der Erkenntnis&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><img src="http://de.dreamstime.com/islammuster-beschaffenheitshintergrund-thumb17194657.jpg" alt="Islammuster-beschaffenheitshintergrund" /></p>
<p>Eines der grundlegendsten Verunglimpfung gegen die Frauen in der Menschheitsgeschichte ist zweifelsohne die Rolle von Eva als Prototyp einer Verführerin.<span id="more-1247"></span>  Seit Jahrtausenden wird den Frauen der Vorwurf gemacht, ein Pakt mit dem Teufel geschlossen zu haben. Eva habe sich vom Satan beeinflussen lassen und anschließend auch ihren Mann Adam von den Früchten&#8221;vom Baum der Erkenntnis&#8221; zum Essen verleitet. Laut der Bibel sprach Satan in der Gestalt einer Schlange zu Eva:</p>
<p>&#8220;<em>Da sprach die Schlange zum Weibe: Ihr werdet keineswegs des Todes sterben.. Und das Weib sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. <strong>Und sie nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon, und er aß</strong></em><strong>.</strong>&#8221;</p>
<p>&#8220;<em>Da sprach Adam: Das Weib, dass du mir zugesellt hast, gab mir von dem Baum, und ich aß. Da sprach Gott der Herr zum Weibe: Warum hast du das getan?<strong> Das Weib sprach: Die Schlange betrog mich, so dass ich aß</strong></em>&#8221; (Genesis 3: 4-13).</p>
<p>Im biblischen Bericht trägt die Frau die Last dieser Verfehlung und als Strafe vermehrt Gott ihre Qualen bei der Geburt:</p>
<p>&#8220;<em>Und zum Weibe sprach er: Ich will dir viel Mühsal schaffen, wenn du schwanger wirst; unter Mühen sollst du Kinder gebären und dein Verlangen soll nach deinem Manne sein, aber er soll dein Herr sein</em>&#8221; (Genesis 3: 16).</p>
<p>Das Neue Testament der Christen unterstreicht die Version im Alten Testament. So heißt es dort in verschiedenen Stellen:</p>
<p>&#8220;<em>Ich fürchte aber, dass, <strong>wie die Schlange Eva verführte mit ihrer List,</strong> so auch eure Gedanken abgewendet werden von der Einfalt und Lauterkeit gegenüber Christus</em>&#8221; (2. Korinther, 11:3).</p>
<p>&#8220;<strong><em>Und Adam wurde nicht verführt, die Frau aber hat sich zur Übertretung verführen lassen</em></strong>&#8221; (1. Timotheus, 2:14).</p>
<p>Ausgehend von diesen Überlieferungen kamen im Mittelalter christliche Würdenträger zum folgenden Entschluss:</p>
<p>&#8220;<em>Die Frau ist die Tochter der Falschheit; eine Schildwache der Hölle; der Feind des Friedens; <strong>durch sie verlor Adam das Paradies</strong></em>&#8221; (Hl. Johannes von Damaskus (gest. 754). Zitiert nach: Islam und Christentum, S. 141, Ulfat Samad).</p>
<p>&#8220;<em><strong>Die Frau ist das Werkzeug des Teufels</strong>, dessen er sich bedient, um von unseren Seelen Besitz zu ergreifen</em>&#8221; (Hl. Cyprian, Islam und Christentum, S. 141).</p>
<p>Die Geschichte von Adam und Eva wird auch im Koran in vielen unterschiedlichen Suren behandelt. Erstaunlicherweise widerspricht der Koran fundamental der biblischen Version. Danach war es nicht Eva, sondern Adam ließ sich vom Satan verführen:</p>
<p>&#8220;<em><strong>Doch Satan flüsterte ihm zu und sagte: O Adam</strong>! Soll ich dich zu dem Baume der Ewigkeit und in ein Reich führen, das nie vergeht? Und sie aßen beide davon</em>&#8221; (Koran, 20:120).</p>
<p>Der Koranexeget Mawdudi (gest. 1979) schreibt dazu: &#8220;<em><strong>Beachte, dass in diesem Vers die Rede davon ist, dass Satan Adam verführte und nicht in erster Linie Eva</strong>. Nach Sure 7:20 wurden beide in Versuchung geführt und fielen ihr zum Opfer. Dies steht im Gegensatz zum biblischen Bericht in Genesis 3:3-9, wo Satan erst die Frau verführte und diese dann den Mann</em>&#8221; (Tefhimul Kuran, Bd. 3, s. 281).</p>
<p>Für die meisten muslimischen Autoren steht es zumindest fest, dass Adam und Eva gemeinsam handelten (siehe hierzu: Koran- Einführung, S. 86, Murad Hofmann).</p>
<p>Doch wenn die Koranverse im Zusammenhang betrachtet werden, so geht aus ihnen eindeutig hervor, dass Adam Eva zur Übertretung der Grenzen zum &#8220;Baum der Erkenntnis&#8221; suggerierte.</p>
<p>&#8220;<em><strong>Doch Satan flüsterte ihm zu und sagte: O Adam</strong>! Soll ich dich zu dem Baume der Ewigkeit und in ein Reich führen, das nie vergeht? Und sie aßen beide davon</em>&#8221; (Koran, 20:120).</p>
<p>&#8221;<strong><em>Und (also) gehorchte Adam seinem Erhalter nicht, und also verfiel er in schlimmen İrrtum&#8217;</em></strong>&#8216; (Koran, 20:121).</p>
<p>Diese Koranverse entkräften den Vorwurf gegenüber der Frau, dass sie  das schwache Geschlecht sei. Insofern hat der Koran im Vergleich zur Bibel das Ansehen der Frau &#8220;rehabilitiert&#8221;.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://antikezukunft.de/2012/03/06/verfuhrte-eva-adam/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wie alt war Aischa als sie den Propheten heiratete?</title>
		<link>http://antikezukunft.de/2012/02/29/wie-alt-war-aischa-als-sie-den-propheten-heiratete/</link>
		<comments>http://antikezukunft.de/2012/02/29/wie-alt-war-aischa-als-sie-den-propheten-heiratete/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 29 Feb 2012 18:49:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>alimunzur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensführung]]></category>
		<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Aischa]]></category>
		<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<category><![CDATA[Eheschließung]]></category>
		<category><![CDATA[Heirat]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://antikezukunft.de/?p=1237</guid>
		<description><![CDATA[&#160; Ohne Zweifel kann behauptet werden, dass die Heirat des Gesandten Gottes mit Aischa (r) aufgrund ihres Alters, ihm die größte Kritik gebracht hat. Die Kritik geht sogar soweit, dass viele  seine Prophetenschaft in Frage stellen und sogar gegenüber dem Islam eine ablehnende Haltung einnehmen. Nicht zuletzt wurde ihm vorgeworfen, dass er pädophile Eigenschaften habe. Annemarie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><img src="http://historyking.com/images/Acceptable-Art-Forms-According-To-Islamic-Tenets.jpg" alt="" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ohne Zweifel kann behauptet werden, dass die Heirat des Gesandten Gottes mit Aischa (r) aufgrund ihres Alters, ihm die größte Kritik gebracht hat.<span id="more-1237"></span> Die Kritik geht sogar soweit, dass viele  seine Prophetenschaft in Frage stellen und sogar gegenüber dem Islam eine ablehnende Haltung einnehmen. Nicht zuletzt wurde ihm vorgeworfen, dass er pädophile Eigenschaften habe. Annemarie Schimmel schrieb bereits 1981 in ihrem Buch &#8220;Und Muhammad ist Sein Prophet&#8221; folgendes: &#8220;<em><strong>denn mehr als irgendeine andere historische Gestalt hat Muhammad in der christlichen Welt Furcht, Hass, ja Verachtung erregt</strong></em>&#8221; (S. 7).</p>
<p>Die Mehrheit der nicht-muslimischen Islamforscher ist sich darüber einig, dass der Prophet Aischa (r) heiratete, als sie noch 9 Jahre alt war (Der Islam, Louis Gardet, S. 16. Siehe auch: Mohammed, Tilman Nagel, S. 328). Eine Minderheit der Religionswissenschaftler geht sogar einen Schritt weiter und behauptet, dass sie erst 6 Jahre alt war, als sie die Eheschließung vollzogen (siehe hierzu: Karen Armstrong, Muhammad, S. 196).</p>
<p>Den in der University of California lehrenden Islamwissenschaftler Reza Aslan stört das Heiratsalter weniger, denn die Umstände und Lebensbedingungen waren damals eine andere als heute. Deshalb ist es nicht angebracht, nach heutigen Maßstäben darüber zu urteilen. Aslan schreibt: &#8220;<em><strong>Und so schockierend Muhammeds Verbindungen mit einem 9 jährigen Mädchen für unser heutiges Empfinden sein mag, so handelte es sich hier doch lediglich um ein Eheversprechen, eine Art Verlöbnis. Aischa (r) vollzog die Ehe mit Muhammed erst, als sie die Pubertät erreicht hatte, in einem Alter also, in dem in Arabien ausnahmslos jedes Mädchen als reif für die Ehe angesehen wurde</strong></em>&#8221; (Kein Gott außer Gott, S.85).</p>
<p>In den wichtigsten Hadith- Sammlungen der Sunniten, wie al-Buhari (gest. 870) (&#8220;Manaqib al-Ansar, 20, 44), Muslim (gest. 875)( &#8220;Nikah, S. 71&#8243;;&#8221; Fada´il as-Sahaba&#8221; S. 74) und  Abu Dawud (gest. 889) ( &#8220;Adab, S.55) wird das Heiratsalter von Aischa einstimmig  mit 9 Jahren überliefert.</p>
<p>Vollzog tatsächlich der 53 jährige Prophet die Ehe mit Aischa, als sie erst noch 9 Jahre alt war? Stimmen die Überlieferungen alle überein, oder gibt es in den schriftlichen Aufzeichnungen auch Widersprüche? Was sagt der Koran dazu?</p>
<p>Nicht-Muslime konfrontieren die in der Diaspora lebenden Muslime mit der Nicht- Übereinstimmung des westlichen Verständnisses der Eheschließung des Propheten mit Aischa. Erst ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts begannen muslimische Wissenschaftler aufgrund dieser Vorwürfe, die tradierten Überlieferungen einer historisch-kritischen Forschung zu unterziehen.</p>
<p>Kritiker dieser Überlieferungen stützen sich hauptsächlich auf den Koranvers 4:6, wonach diesem eine Heirat von Kindern ausgeschlossen wird:</p>
<p>“<em>Und prüft die Waisen, bis <strong>sie die Ehereife erreicht haben</strong>; und wenn ihr in ihnen <strong>Vernunft wahrnehmt</strong>, so händigt ihnen ihr Gut aus. Und zehrt nicht auf verschwenderisch und in Eile (in der Erwartung), dass sie nicht großjährig würden.“</em> (4:6)</p>
<p>In diesem Vers wird unmissverständlich dargelegt, dass eine Ehefähigkeit einsetzt, wenn bei ihnen Vernunft festgestellt wird. Der türkische Theologe Prof. Süleyman Ates schreibt hierzu: <em>„Es kann allgemein angenommen werden, dass ab einem Alter von <strong>fünfzehn,</strong> die Geschlechtsreife eintritt. In einem Hadith wird überliefert, dass ein Junge mit <strong>vierzehn Jahren</strong> in einem Feldzug sich beteiligen wollte, doch der Prophet es ablehnte. <strong>Erst ab dem fünfzehnten Lebensjahr durften sie sich an Feldzügen beteiligen.“</strong></em> (Abu Dawud, Hudud; Süleyman Ates: Bd. 2, S.17)</p>
<p>Nach Imam Abu Hanifa (gest. 767) erreicht der Mensch seine Mündigkeit mit achtzehn Jahren und die Vernunft ist die Voraussetzung für die Mündigkeit. (Tefsiru ayati’l-ahkam Bd.2, S.31)</p>
<p>Ein zweiter wichtiger Punkt der Unstimmigkeiten innerhalb der Überlieferungen ist, dass Abu Bakrs erste Tochter Asma (Schwester von Aischa) im Jahre 595 geboren wurde, also 27 Jahre vor der Auswanderung (Hidschra) der Muslime nach Medina, die im  Jahre 622 stattfand. Zum Zeitpunkt der Hidschra war sie verheiratet mit Zubayr ibn Awwam und im sechsten Monat schwanger (Nawawi, Tahzib al-Asma, Bd. 2, S. 597). Ihr Sohn Abdullah wurde drei Monate später in Quba geboren, während der Migration nach Medina. Der Altersunterschied zwischen Aischa und ihrer Schwester Asma betrug 10 Jahre (siehe hierzu: Bayhaqi, Sunan, Bd. 6,S. 204). Demzufolge muss Aischa im Jahre 605 geboren (595 + 10= 605) und zum Zeitpunkt der Hidschra ca. 17 Jahre alt gewesen sein (27-10= 17) . Da ihre Hochzeit sechs, sieben oder acht Monate nach der Hidschra oder unmittelbar nach der Schlacht von Badr stattfand, müsste Aischa damals 17 oder 18 Jahre alt gewesen sein (Vgl. Ibn Sa´d, Tabaqat, Bd. 8, S. 58).</p>
<p>Der Schriftsteller Resit Haylamaz kommt zum folgenden Ergebnis: &#8220;<em><strong>Eine Analyse der Informationen, die uns heute zur Verfügung stehen, ergibt jedoch, dass alles dafür spricht, dass Aischa um das Jahr 605 geboren wurde, im Alter von 14 oder 15 verlobt wurde und im Alter von 17 oder 18 geheiratet hat</strong></em> (Müminlerin annesi, Hz. Aise, 2009).</p>
<p>Die Ergebnisse der heutigen muslimischen Quellenforschung machen die Widersprüchlichkeit in den Überlieferungen deutlich  und zeigen die Notwendigkeit der Überprüfung des Quellenmaterials (Enbiya Yildirim, Hadis Problemleri, Ragbet Yayinlari 2000). Inwieweit sich diese Forschungsergebnisse sowohl in den westlichen Ländern als auch in der muslimischen Welt durchsetzen werden, bleibt abzuwarten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://antikezukunft.de/2012/02/29/wie-alt-war-aischa-als-sie-den-propheten-heiratete/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>10</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Islam ein Widerspruch zur Demokratie?</title>
		<link>http://antikezukunft.de/2012/02/19/islam-ein-widerspruch-zur-demokratie/</link>
		<comments>http://antikezukunft.de/2012/02/19/islam-ein-widerspruch-zur-demokratie/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 19 Feb 2012 19:50:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>alimunzur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensführung]]></category>
		<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsstaat]]></category>
		<category><![CDATA[Pluralismus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://antikezukunft.de/?p=1215</guid>
		<description><![CDATA[&#160; Eine große Anzahl von Nichtmuslimen geht immer noch davon aus, dass der Islam sich zur Demokratie wie Feuer und Wasser verhält. Orientalistische Buchautoren suggerieren diese Diskrepanz unermüdlich  mit einer Fülle von Publikationen  auf dem Büchermarkt  (siehe hierzu: Von Gott zu Allah, 370-383). Auch der indisch- pakistanischer Politiker und Gründer der islamischen Partei &#8220;Jamāʿat-i islāmī&#8221; Abu al- [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>&nbsp;</p>
<p><img src="http://www.pemawerbung.de/amazon/images/bali/e-color/me344.jpg" alt="" width="288" height="292" /></p>
<p>Eine große Anzahl von Nichtmuslimen geht immer noch davon aus, dass der Islam sich zur Demokratie wie Feuer und Wasser verhält.<span id="more-1215"></span> Orientalistische Buchautoren suggerieren diese Diskrepanz unermüdlich  mit einer Fülle von Publikationen  auf dem Büchermarkt  (siehe hierzu: Von Gott zu Allah, 370-383).</p>
<p>Auch der indisch- pakistanischer Politiker und Gründer der islamischen Partei &#8220;<em>Jamāʿat-i islāmī&#8221; </em>Abu al- Ala al-Maududi (gest. 1979), hat unmissverständlich erklärt, Islam und Demokratie stünden grundsätzlich im Widerspruch zueinander und seien miteinander unvereinbar (al-Islam wa al-madaniyya al-haditha S. 99).</p>
<p>Steht der Islam zur Demokratie wirklich wie Öl und Feuer? Gibt es eine koranische Grundlage dafür? Wie ist die Meinung anderer muslimischer Persönlichkeiten hierzu?</p>
<p>Ein bedeutender Gegenspieler zu Maududi war der österreichischer Denker und Koranexeget Muhammad Asad, der vor allem in seinem bahnbrechenden Buch &#8220;Die Prinzipien von Staat und Regierung in Islam&#8221; nachweisen konnte, dass der ideale islamische Staat eine rechtsstaatliche, parlamentarische Republik mit einer Verfassung ist, die in allen wesentlichen Punkten (Gewaltenteilung, Menschenrechte, Parteienpluralismus, Minderheitenschutz) westlichen Verfassungen entsprechen kann.</p>
<p>In der Tat lassen sich unschwer einige wichtige Bausteine zur Begünstigung  einer Demokratie auf der Grundlage der heiligen Schrift ausfinden. So behaupten die gegenwärtigen Befürworter einer koranischen Demokratie, dass schon der Prophet Moses einen repräsentativen Gremium konsolidierte: &#8220;<strong><em>Und Moses erwählte aus seinem Volke siebzig Männer für den von Uns bestimmten Zeitpunkt&#8221; </em></strong>(Koran:7:155).</p>
<p>Weitere Bausteine für eine koranische Demokratie bilden die folgenden Koranverse <strong><em> </em></strong>3:159:  &#8221;<em style="font-weight: bold;">und ziehe sie in der Sache zu Rate&#8221;</em>, sowie 42:38: <em><strong>&#8220;und deren Angelegenheiten (eine Sache) gegenseitiger Beratung ist&#8221;</strong></em>. Für den muslimischen Schriftsteller  Murad Wilfried Hofmann sind diese zwei angeführten Koranverse &#8220;<em><strong>eine wichtige Grundlage für die Entwicklung von Gewaltenteilung und Parlament in muslimischen Staaten</strong></em>&#8221; (Der Koran, S. 333).</p>
<p>Hofmann ist aber auch der Ansicht, dass &#8220;die<em> islamische Demokratie nicht als unbeschränkte Volkssouveränität zu verstehen sei. Ein muslimisches Parlament habe- w</em><em>ie andere Parlamente auch- die Verfassung, hier also die koranischen Normen, Scharia im engsten Sinne, zu beachten&#8221; </em>(Der Islam als Alternative, S. 116).</p>
<p>Eine Gewaltenteilung bietet auch zudem die Sicherheit, dass auch die Kontrolleure überwacht werden. Insofern verhindert das demokratische Verfahren einen Machtmissbrauch. In den letzten Jahrzehnten bemühten sich zahlreiche muslimische Persönlichkeiten darum, eine Kompatibilität zwischen Islam und Demokratie herzustellen (Religion und Gesellschaft, Ali Bardakoglu zur demokratischen Entwicklungen in der Türkei, S. 103).</p>
<p>Wie neuerdings der seit Anfang Dezember 2010 beginnender &#8221;Arabische Frühling&#8221;  auch gezeigt hat, beanspruchen Millionen von Menschen eine demokratische Lösung in ihren Ländern gegen die seit Jahrzehnten herrschende despotische Autokratie. Und der Anspruch auf Freiheit und Menschenrechte dieser Völker, steht nicht im Widerspruch zur  koranischen Werteordnung. Für den Koran stellt der religiöse wie auch der politische Pluralismus eine natürliche Erscheinungsform dar. Grundlage hierfür bieten folgende Koranstellen:</p>
<p><em><strong>&#8220;Jedem von euch gaben Wir ein Gesetz und einen Weg. Wenn Gott gewollt hätte, hätte Er euch zu einer einzigen Gemeinde gemacht. Doch Er will euch in dem prüfen, was Er euch gegeben hat. Wetteifert darum im Guten&#8221; </strong></em>(5:48)<strong> </strong></p>
<p><strong><em>&#8220;Und wenn dein Herr es gewollt hätte, wären alle auf Erden allesamt gläubig geworden. Willst du etwa die Leute zwingen, gläubig zu werden?&#8221; (10:99).</em></strong></p>
<p><strong><em>&#8220;Kein Zwang im Glauben&#8221; </em></strong>(2:256).</p>
<p><strong><em>&#8220;Wer nun will, der glaube und wer will, der glaube nicht&#8221;</em></strong> (18:29).</p>
<p>Der zuletzt in der Universität von Chicago lehrende islamische Gelehrte Fazlur Rahman, fasste seine Ansichten so zusammen: &#8220;<em>Der Koran ist kein juristisches Buch, sondern ein Buch der Moral und Ratschläge. Die juristischen Regeln im Koran, deren Zahl ohnehin gering ist, sind als Beispiele angeführt, sind also nicht verbindlich für alle Zeiten. Was absolut verbindlich ist, sind die hohen religiös-ethischen Werte und die Vorschriften über die Anbetung. <strong>Die Demokratie ist diejenige Regierungsform, die dem koranischen Prinzip der Volksberatung (schura) am nächsten kommt&#8221; </strong></em>(Islam, Chicago 1979. Siehe auch: Grüss Gott Herr Imam, Benjamin Idriz, S. 103).</p>
<p>Auch  Mohammed Abed al-Jabri, der 2010 verstorbene Philosoph, sagte, dass der Islam keine bestimmte politische Regierungsform eingeführt habe, die für alle Zeiten gültig bleiben solle. Er lege lediglich allgemeine Prinzipien  bezüglich des Glaubens, der Lebensführung, des Eigentums, Verstandes und Schutzes der Menschenrechte fest&#8221;  (in: kadaya fi al-fikr al-muasir, Markaz dirasat wahdah al arabiyyah, Beirut 1997).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://antikezukunft.de/2012/02/19/islam-ein-widerspruch-zur-demokratie/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sprach Jesus in der Wiege zu den Menschen?</title>
		<link>http://antikezukunft.de/2012/02/13/sprach-jesus-in-der-wiege-zu-den-menschen/</link>
		<comments>http://antikezukunft.de/2012/02/13/sprach-jesus-in-der-wiege-zu-den-menschen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 13 Feb 2012 18:57:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>alimunzur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Koran]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Juden und Christen]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensführung]]></category>
		<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Isa]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Maria]]></category>
		<category><![CDATA[Meryem]]></category>
		<category><![CDATA[Wiege]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://antikezukunft.de/?p=1206</guid>
		<description><![CDATA[&#160; Gerne verweisen Muslime mit Stolz darauf hin, dass Jesus bereits in der Wiege zu den Menschen sprach und halten dieses Ereignis für eines der größten vollbrachten Wunder eines Propheten schlechthin. Der Bericht über das Wiegenwunder kommt nicht einmal im Neuen Testament vor. Denn da heißt es in diesem Zusammenhang „Und Jesus war, als er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><img src="http://us.123rf.com/400wm/400/400/jadehawk/jadehawk1004/jadehawk100400006/6803335-nahtlose-gold-auf-lila-muster-islamische-kunst-inspiriert.jpg" alt="" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Gerne verweisen Muslime mit Stolz darauf hin, dass Jesus bereits in der Wiege zu den Menschen sprach <span id="more-1206"></span>und halten dieses Ereignis für eines der größten vollbrachten Wunder eines Propheten schlechthin. Der Bericht über das Wiegenwunder kommt nicht einmal im Neuen Testament vor. Denn da heißt es in diesem Zusammenhang <strong>„<em>Und Jesus war, als er auftrat, etwa <span style="text-decoration: underline;">dreißig Jahre alt</span></em></strong>“ (Lukas 3:23).</p>
<p>Die maßgeblichen Koranstellen sind folgende:</p>
<p>„<em>Wie Ich (Gott) dich stärkte mit der heiligen Eingebung &#8211; du sprachst zu den Menschen sowohl in der <strong>Wiege als auch im Mannesalter</strong></em>…“ (5:110)</p>
<p>„<strong><em>Und reden wird er in der Wiege zu den Menschen und auch als Erwachsener</em></strong><em>, und er wird einer der Rechtscha</em><em>ﬀ</em><em>enen sein</em>.“ (3:46)</p>
<p>Nachdem Maria, die Mutter von Jesus, der Unzucht beschuldigt wurde, verwies sie auf ihren in den Armen liegenden Sohn hin, damit dieser ihre Unschuld und ihre Keuschheit durch das  Wunder „sprechen in der Wiege“ bekräftige.</p>
<p>Der Koranvers lautet wie folgt:</p>
<p><em>„O Schwester Aarons, dein Vater war kein Bösewicht, und deine Mutter war keine Hure.” Da zeigte sie auf ihn. Sie sagten: ”<strong>Wie sollen wir zu einem reden, der noch ein Kind in der Wiege ist?” Er (Jesus) sagte: ”Ich bin ein Diener Allahs; Er hat mir das Buch gegeben und mich zu einem Propheten gemacht</strong>.“ </em>(19:28-30)</p>
<p>Dem Ägypter Qarafi (gest. 1285) zufolge musste der Jesusknabe geradezu die Unberührtheit seiner Mutter verteidigen, andernfalls wäre er indirekt an der Entehrung Marias mitschuldig geworden. Eine solche Pietätlosigkeit sei bei ihm jedoch undenkbar. (So Qarafi in seinem Werk „Kostbare Antworten auf schändliche Frage“ in Islam und Christentum im Mittelalter, S. 100)</p>
<p>Entgegen der Mehrheitsinterpretationen der Gelehrten wagen sich nunmehr im 21. Jahrhundert auch Koranexegeten, solche Koranpassagen wie das Wiegenwunder von Jesus (a) vernunftorientiert auszulegen.</p>
<p>Für den türkischen Theologen Mustafa Islamoglu ist es eine unerlässliche Herangehensweise, in diesem Zusammenhang den Gesamtkontext jener Koranverse zu betrachten. Islamoglu kommt deshalb zu der folgenden Ansicht: „dass <em>im Vers 31 und 32 die Rede davon ist, dass <strong>Jesus auferlegt wird, dass Gebet und die Zakat (Sozialsteuer) zu entrichten und ehrerbietig zu seiner Mutter zu sein</strong>. <strong>Diese Handlungen können jedoch nur von einem Erwachsenen vollzogen werden und nicht von einem Säugling</strong></em>. Deshalb sprach Jesus den Vers 30 nicht in der Wiege, sondern im Erwachsenenalter.“  (Hayat Kitabi Kuran, S. 584)</p>
<p>Hier der Kontext dazu:</p>
<p><em>„Da zeigte sie auf ihn. Sie sagten: ”Wie sollen wir zu einem reden, der </em><em>noch ein Kind in der Wiege ist?” </em>„<em>Er (Jesus) sagte: ”Ich bin ein Diener Allahs; Er hat mir das Buch gegeben und mich zu einem Propheten gemacht. Und Er gab mir Seinen Segen, wo ich auch sein möge, und <strong>Er befahl mir Gebet und Zakah, solange ich lebe; und ehrerbietig gegen meine Mutter (zu sein);</strong> Er hat mich nicht gewalttätig und unselig gemacht. Und Friede war über mir an dem Tage, als ich geboren wurde, und  (Friede wird über mir sein) an dem Tage, wenn ich sterben werde, und an dem Tage, wenn ich wieder zum Leben erweckt werde</em>.” (19:30-33)</p>
<p>Islamoglu steht mit seiner Interpretation nicht allein da. Auch für den Herausgeber und Überarbeiter einer deutschen Koranübersetzung, Murad Wilfried Hofmann, kann die Textpassage nur dann richtig verstanden werden, wenn die einschlägigen Koranversen chronologisch zugeordnet werden. So fügt er in seiner Fußnote zu 19:30 folgendes hinzu:</p>
<p><strong><em>„Es handelt sich um eine vorweggenommene Beschreibung seiner späteren Rolle</em></strong>“ (Der Koran, S. 250, Verlag Diederichs)</p>
<p>Ein anderer zeitgenössischer Koranexeget wie Ihsan Eliacik stellt unmissverständlich dar, dass es eine zeitliche Zeitspanne zwischen den Koranversen (19: 29-30) zu berücksichtigen gilt. Dies geht unter anderem aus den folgenden Koranversen hervor: „<em>Und so empﬁng sie ihn und zog sich mit ihm an einen entlegenen Ort zurück. Und die Wehen der Geburt trieben sie zum Stamm einer Dattelpalme. Sie sagte: ”O wäre ich doch zuvor gestorben und wäre ganz und gar vergessen</em>!“ (Koran 19:22-23)</p>
<p>Für Eliacik bedeutet das sinngemäß: „<em>Es besteht eine offenkundige Zeitspanne in den Koranversen (22-23). <strong>Denn in Vers 22 wird Maria zuerst Schwanger und anschließend  wie im nächsten Vers (23) ersichtlich wird, dass durch die Wehen das Kind unmittelbar ausgetragen wird. Deshalb liegt allein zwischen diesen zwei Versen (22-23) mindestens eine Zeitspanne von 9 Monate und 10 Tagen vor</strong>. Aus diesem Grund wäre es nicht unwahrscheinlich, dass zwischen den Koranversen (29-30) mindestens eine Zeit <strong>von 25-30 Jahren existiert</strong>. Der Koran führt die geschichtlichen Begebenheiten in so einem Stil vor die Augen, dass man davon ausgehen kann, dass sich die Ereignisse sofort hintereinander abgespielt haben. Diese Lesart ist jedoch fatal</em> (siehe hierzu: Yasayan Kuran, S. 207-208).</p>
<p>Muhammad Asad kommentiert den Koranvers 3:46 „<strong><em>Und reden wird er in der Wiege zu den Menschen und auch als Erwachsener“</em></strong> so, dass es eine metaphorische Anspielung auf die prophetische Weisheit sei, die Jesus von sehr frühem Alter an inspirieren solle“ (Die Botschaft des Koran, S. 115).</p>
<p>In einer Sache kann man sich vollends gewiss sein, Wa Allahu a´lam- und Gott weiß es am Besten.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://antikezukunft.de/2012/02/13/sprach-jesus-in-der-wiege-zu-den-menschen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wie wurden die Frauen aus den Moscheen verbannt?</title>
		<link>http://antikezukunft.de/2012/02/06/wie-wurden-die-frauen-aus-den-moscheen-verbannt/</link>
		<comments>http://antikezukunft.de/2012/02/06/wie-wurden-die-frauen-aus-den-moscheen-verbannt/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 18:40:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>alimunzur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Der Koran]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensführung]]></category>
		<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Egalitarismus]]></category>
		<category><![CDATA[Freitagsgebet]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechtertrennung]]></category>
		<category><![CDATA[Moschee]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://antikezukunft.de/?p=1202</guid>
		<description><![CDATA[&#160; Das Institut für Demoskopie in Allensbach veröffentlichte 2006 in einer breit angelegten Studie, dass 94 Prozent der Deutschen den Islam für frauenfeindlich halten (siehe hierzu: Allahs langer Schatten, Michael Lüders, 2007, S.7). Wie ist der Islam zu diesem Ruf gekommen? Gibt es in der Grundlage dieser Religion Elemente, die das Fazit der Studie befürworten? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><img src="http://4.bp.blogspot.com/-FyrabJp6F5I/TeX0l4ElRFI/AAAAAAAAAEw/c3KnTQwND2k/s220/Allah%2BKalligraphie.JPG" alt="" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Institut für Demoskopie in Allensbach veröffentlichte 2006 in einer breit angelegten Studie, <span id="more-1202"></span>dass 94 Prozent der Deutschen den Islam für frauenfeindlich halten (siehe hierzu: Allahs langer Schatten, Michael Lüders, 2007, S.7).</p>
<p>Wie ist der Islam zu diesem Ruf gekommen? Gibt es in der Grundlage dieser Religion Elemente, die das Fazit der Studie befürworten? Für den Publizisten und Islamwissenschaftler Reza Aslan liegt der Grund für das negative Ergebnis der Meinungsumfragen in der Frühzeit des Islam. Besonders mit dem Amtsantritt des zweiten Kalifen Umar al-Khattab (gest.644) verschlechterte sich die Situation laut Aslan: „<strong><em>Umars frauenfeindliche Tendenzen kamen in dem Moment zum Vorschein, als er die Führung der muslimischen Gemeinschaft übernahm</em></strong><em>. Erfolglos versuchte er, den Wirkungskreis der Frauen auf das Haus zu beschränken und sie von der Teilnahme am Gottesdienst in der Moschee auszuschließen. Er führte getrennte Gebete ein und ordnete- in unmittelbarem Verstoß gegen das Beispiel des Propheten- die religiöse Unterweisung der Frauen durch männliche Lehrer an</em>.“ (Kein Gott außer Gott, S.91)</p>
<p>Der erste Ansatz war, die Frauen von dem Freitagsgebeten zu entbinden, so dass sie  von den Moscheen strukturell verbannt wurden. Der berühmte muslimische Historiker aus dem 9. Jahrhundert Ibn Saad schreibt über das Freitagsgebet zu der Zeit des Propheten folgendes:</p>
<p>„<strong><em>Und beim <span style="text-decoration: underline;">Freitagsgebet </span>kamen alle zusammen, <span style="text-decoration: underline;">Männer und Frauen</span>, um zu beten, um die letzten Neuigkeiten zu erfahren, um sich belehren und unterweisen zu lassen</em></strong>“ (Ibn Saad, At- tabqat al-kubra, Beirut 1980, Bd. 1, S. 247).</p>
<p>Doch zweihundert Jahre später veröffentlichte der hanbalitische Gelehrte Ibn Al-Dschawzi ein Werk mit dem Namen „Kitab acham an-niss´aia“ in dem er die Überschrift aufführte: „<strong><span style="text-decoration: underline;">Dürfen die Frauen überhaupt die Moschee betreten</span></strong>?“ Seine Antwort: „<em>Wenn eine Frau befürchten muss, dass sie die Männer verwirrt, dann verrichtet sie ihre Gebete besser zu Hause. <strong>Das Freitagsgebet ist für die Frauen keine Pflicht</strong></em><strong>“</strong> (Ibn al-Dschawzi, Beirut, 1981, S. 201-209).</p>
<p>Obwohl der Koran beide Geschlechter zum Freitagsgebet (türk. Cuma namazi) verpflichtet, hat sich doch bei der überwiegenden Mehrheit der Muslime die Ansicht durchgesetzt, dass nur die Männer davon betroffen seien. Allerdings ist im Koran keine Differenzierung der Geschlechter festzustellen, im Gegenteil: „<strong><em>O ihr, die ihr glaubt</em></strong><em>, <strong>wenn zum Freitagsgebet gerufen wird, dann eilt zum Gedenken Gottes und stellt den Handel ein</strong>. Das ist besser für euch, wenn ihr es nur wüsstet“. </em>(Koran 62:10)</p>
<p>In den Hadith-Sammlungen von Abu Dawud (gest.889), wird eine Überlieferung tradiert, die das Schicksal der Frauen bis heute noch maßgeblich bestimmt. So heißt es dort: „<em>Das Freitagsgebet ist eine Pflicht (Wadjib) für jeden Muslim, bis auf folgende vier: Ein Sklave oder eine <strong><span style="text-decoration: underline;">Frau </span></strong>oder ein Kind oder ein Kranker</em>.“  (Abu Dawud, Salat 215)</p>
<p>Obwohl der Koran und die Lebensweise (sunna) des Propheten deutlich machen, dass auch für die Frauen das Freitagsgebet verpflichtend ist, so wurde doch der oben erwähnte Hadith wichtiger und normativer eingestuft  als alles andere.</p>
<p>Der Gesandte Gottes ermahnte bei Gelegenheit die Männer seiner Gemeinschaft (umma) mit den Worten: „<strong><span style="text-decoration: underline;">Verwehrt den Frauen nicht den Zutritt zu den Moscheen Gottes.</span></strong>“ (Ibn Hadschar al-Asqalani, Bd. 3, S. 34. 1959)</p>
<p>Für die amerikanische Koranwissenschaftlerin Amina Wadud strebt der Islam mit dem erfolgreichen Beispiel des Propheten Muhammad (s) einen „<strong><span style="text-decoration: underline;">sozialen Egalitarismus</span></strong>“ an (Quran and Woman: Rereading the Sacred Text from a Woman´s Perspective, New York 1999).</p>
<p>Der Schweizer Philosoph Tariq Ramadan stellt verblüffend fest, dass „<strong><em>die schönen theoretischen Diskurse der Männer nie den Problemen im Alltag der Frauen abgeholfen haben</em></strong>“ (Der Islam und der Westen, 2000, S. 100).</p>
<p>Was die Frauen seit den Anfängen des Islam, besonders in den Jahren 622 bis 632 geleistet haben und alles, was sie im allgemeinen betrifft, wird von Abd Al-Halim Abu Schuqqa in „<strong>Tahrir</strong> <strong>Al-ar´a Fi´Asr Ar-Risala</strong>“ (Die Befreiung der Frau zur Zeit der Offenbarung)  in sechs Bänden ausführlich dargelegt. Neuerdings ist auch eine türkische Übersetzung im Jahre 2011 unter den Namen „<strong>Islam Kadin Asiklopedisi</strong>“ von Düsün Yayincilik veröffentlicht worden. Einflussreiche Rechtsgelehrte wie Yusuf Al-Qaradawi und Muhammad Al-Ghazali schrieben selbst einen Vorwort dazu, um auf die Wichtigkeit des Buches aufmerksam zu machen.</p>
<p>Es bleibt für die deutschsprachigen Interessierten zu hoffen, dass auch sie irgendwann einmal in den Genuss dieses Werkes kommen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://antikezukunft.de/2012/02/06/wie-wurden-die-frauen-aus-den-moscheen-verbannt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

