I. Einleitung

Roger Garaudy ist eine der schillerndsten Gestalten unter Frankreichs Intellektuellen“, schrieb 1996 das Nachrichtenmagazin Der Spiegel[1]. In der Tat war das Leben von Prof. Dr. Dr. Roger Garaudy als Politiker, Philosoph und Denker sehr außergewöhnlich gewesen. In der noch bedeutsamsten Zeit des Kommunismus, galt er unbestritten als Wortführer des Eurokommunismus. Als führender marxistischer Theoretiker Frankreichs, war er einstig unter anderem Diskussionspartner von Jean-Paul Sartre, Louis Aragon, Ernst Fischer und vielen mehr gewesen. Er war zudem einer der Hauptinitiatoren des bahnbrechenden Dialogs zwischen Marxisten und Christen[2], ja sogar der Begründer eines Dialogs der Zivilisationen[3] gewesen. Wegen seiner öffentlichen Kritik zum Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes in die CSSR, wurde Garaudy am 6. Februar 1970 im Saal des 19. Kongresses vor über 2.000 Genossen nach 37 jähriger Mitgliedschaft aus der KPF (Kommunistische Partei Frankreichs) ausgeschlossen[4], worunter er über 14 jahrelang Abgeordneter und anschließend von 1956 bis 1958 Vizepräsident der Nationalversammlung war. Den Abend nach dem Verlassen des Saals beschrieb der angeschlagene Garaudy mit den Sätzen: [weiterlesen…]

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„Roger Garaudy – Biographie des 20 Jahrhunderts”,
Herausgeber: Ecevit Polat

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Als einer der größten Denker unserer Zeit, folgte Roger Garaudy mit Vehemenz dem Ideal „einer humanen Ordnung für die Menschen“. Um dieses Ziel zu erreichen, setzte er sein vielfältiges Wissen dafür ein, das von der Philosophie bis hin zur Kunst reichte. Er war dermaßen von diesem Ideal durchdrungen, dass er zugunsten seiner Vision sogar sein eigenes Leben zu opfern bereit war.

In diesem Werk zeichnet Roger Garaudy das farbenfrohe und kritische Bild der Philosophie und der Ideenwelt des 20. Jahrhunderts. Er hinterfragt alle philosophischen Strömungen dieser Epoche – darunter die Philosophen und Intellektuellen – bis ins kleinste Detail. Dabei geht er im Kern folgenden Fragen nach: Welchen Gewinn und Verlust haben die philosophischen Strömungen des 20. Jahrhunderts der Menschheit gebracht? Welchen Mehrwert bringen sie Glaubenstheoretikern, Juristen, Gelehrten und Intellektuellen? Wie können diese Philosophien die Menschheit dazu bringen, sich nicht ins Verderben zu stürzen? Dieses Buch, das ganz im Zeichen des philosophischen Erbe Garaudys steht, lädt weltweit alle klugen Köpfe jeglicher Couleur oder Religionen dazu ein, Ideen zur Umsetzung eines freien Denkens zu entwickeln.

„Warum leuchtet heute diese „Shari‘a“, das Gesetz Gottes, nicht über die ganze Welt? Warum bleiben die muslimischen Völker das Objekt der Geschichte, obwohl vom Kolonialismus befreit, anstatt handelndes, kreatives Subjekt zu sein? Warum geben sie kein Beispiel für historische Initiative? Weil dieses Gesetz, die „Shari‘a“ entstellt, in ihrer lebendigen Entwicklung seit den ersten Jahrhunderten ihrer Geschichte angehalten wurde. Weil man den Koran mit den Augen der Toten liest. Mit den Augen von Menschen, die das Genie hatten, von der ewigen Offenbarung des Koran aus die Probleme ihrer Epoche zu lösen. Während wir die Probleme der unsrigen nicht dadurch lösen können, dass wir uns damit zufrieden geben, ihre Formen zu wiederholen, sondern indem wir uns von ihren Methoden inspirieren lassen. Zu den Quellen zurückkehren heißt nicht, rückwärtsgewandt der Zukunft entgegenzugehen, mit auf die Vergangenheit fixierten Augen, sondern die lebendige Quelle und die kreative Dynamik des ursprünglichen Islam wiederzufinden“ (S. 287)

„[…]gläubig zu bleiben heißt, vom Herd der Vorfahren nicht die Asche, sondern die Flamme zu überbringen […]“ (S. 254)

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