Der Islam und die Judenfeindschaft

von Ecevit Polat am 15. Oktober 2015

Ein besonderes Merkmal der islamischen Religion soll vor allem darin liegen, dass dieser aufgrund seiner Gründungsdokumente (Koran und Hadithe) eine antijüdische Weltanschauung konzipieren soll.1 Diese soll sich historisch unter anderem darin bewährt haben, wonach der Prophet in Zeiten seines absoluten Machtanspruchs in Medina, die Stadt „Judenfrei“ gemacht haben soll: „Das rigorose Vorgehen Mohammeds gegen die um Medina siedelnden jüdischen Stämme wird oft als Indiz für eine generelle Feindschaft der Muslime gegenüber den Juden genommen“.2

Danach habe der Prophet geduldig nur den richtigen Zeitpunkt abgewartet, um endlich bei dieser Gelegenheit die Juden Medinas ein für allemal auszumerzen.3

Der theoretische Denker des Islamismus Prof. Sayyid Qutb (gest. 1966), schrieb bereits 1950 in seinem Essay „Unser Kampf gegen das Judentum“, dass sowohl im atheistischen Materialismus als auch in der Doktrin der animalischen Sexualität, immer ein Jude stecken würde. Außerdem schreibt er, dass seit Anbeginn des Islam vor über 1400 Jahren die Juden die größten Feinde der Muslime seien. Diese Feindschaft sei nach Qutb kontinuierlich und ununterbrochen bis in unsere Tage hinein zu beobachten: „Der erbitterte Krieg, den die Juden gegen den Islam angezettelt haben […], ist ein Krieg, der in beinahe vierzehn Jahrhunderten nicht für einen einzigen Moment unterbrochen worden ist, der sich bis zu diesem Moment fortsetzt und sein Feuer in allen Ecken dieser Erde auflodern lässt […] Von ihrem ersten Tag an waren Juden die Feinde der muslimischen Gemeinschaft“.4

In diesem Zusammenhang scheint es nicht verwunderlich zu sein, wenn Buchautoren wie Afif Abd al-Fatah Tabara in seinem Buch „Al-Yahud fi´l-Quran“ (Die Juden im Koran) in Adolf Hitlers Buch „Mein Kampf“ eine Bestätigung der „koranischen Texte über die Verdorbenheit der Juden zu finden scheint.5

Gleichwohl erinnert Prof. Nasr Hamid Abu Zaid (gest. 2010) in seiner Biografie daran, wie die meisten Ägypter seines Dorfes im Zweiten Weltkrieg noch davon ausgingen, das Adolf Hitler zum Islam konvertiert sei und den Namen Muhammad angenommen habe: „Damals kam das Gerücht auf, Adolf Hitler sei zum Islam übergetreten und hieße in Wirklichkeit Muhammad. Das Gerücht verbreitete sich in unserem Dorf in Windeseile, und die Freunde meines Vaters begeisterten sich an der Vorstellung, dass der Muslim Muhammad Hitler die Ägypter aus den Händen der Kolonialisten befreien würde“.6

Nichtsdestotrotz bleiben die oben aufgeführten Schilderungen, im Vergleich zu dem theologischen Urheber der Reformation Martin Luther´s (gest. 1546) relativ bagatellisierend. Denn dieser bekräftigte freimütig in seiner Schrift „Von den Juden und ihren Lügen“ aus dem Jahre 1543, indem alle Christen dazu aufgerufen wurden, alle Synagogen mitsamt ihren Schulen in Feuer und Asche zulegen. Deshalb begrenzte sich die Aufforderung von Martin Luther nicht nur als eine geistige Brandstiftung zu sein, sondern ermutigte vielmehr dieses in die Handlung umzusetzen: „Ein solch verzweifelt, durchböset, durchgiftet, durchteufelt Ding ist´s um diese Juden, so diese 1400 Jahr unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen und noch sind. Erstlich, dass man ihre Synagogen oder Schulen mit Feuer anstecke, und, was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch einen Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich. Und solches soll man tun unserem Herrn und der Christenheit zu Ehren, damit Gott sehe, dass wir Christen seien und solch öffentlich Lügen, Fluchen und Lästern seines Sohnes und seiner Christen wissentlich nicht geduldet noch gewilligt haben [] Zum anderen, dass man auch ihre Häuser desgleichen zerbreche und zerstöre […]“.7

Befürwortet der Koran und die Handlungsweise Muhammad´s die Judenfeindschaft?

Für den Professor für Wirtschaftsarabistik Alexander Flores besteht indes kein Zweifel darüber, wonach in den Grundlagentexten eine entsprechende Judenfeindlichkeit zu entnehmen sei: „[…] in der Prophetenbiographie und im Hadith finden sich ausgesprochen judenfeindliche Passagen“.8

Tatsächlich scheint es nicht unschwer zu sein, in den sogenannten Überlieferungen (Hadith) judenfeindliche Textpassagen ausfindig zu machen. Danach soll der Prophet im Angesicht zum Jüngsten Tag folgendes prophezeit haben: „Wenn das Jüngste Gericht bevorsteht, werden die Muslime die Juden bekämpfen. Diese suchen zu entkommen und verstecken sich hinter Steinen und Bäumen. Da beginnen die Steine und Bäume zu schreien: „Oh, Muslim, oh Diener Gottes, ein Jude verbirgt sich hinter mir. Komm und töte ihn!“ Nur ein Baum, der „gharquad“ (eine Fettpflanze), verrät die Juden nicht“.9

Diese Überlieferung gilt bei den Sunniten als absolut authentisch einzustufen, da sie in den wichtigsten Hadith-Kompendien (Bukhari und Muslim) verzeichnet sind. Deshalb sei es unter anderem auch nicht verwunderlich, wenn die Hamas in Palästina, die ausschließlich nicht nur eine politische, sondern gleichzeitig auch eine religiöse Bewegung ist, den angeführten Hadith in Art. 7 ihrer Charta Bezug genommen hat.

Gerne verweisen Islamkritiker unentwegt darauf hin, dass kein geringerer als der Koran selbst, alle Juden als Affen und Schweine denunziere. Als Beleg werden sämtliche Koranverse selektiv aus dem Kontext zitiert, wie z. B. in Sure 5 Vers 60: „Sprich: Soll ich euch über die belehren, deren Lohn bei Allah noch schlimmer ist als das? Es sind, die Allah verflucht hat und denen Er zürnt und aus denen Er Affen, Schweine und Götzendiener gemacht hat. Diese befinden sich in einer noch schlimmeren Lage und sind noch weiter vom rechten Weg abgeirrt“.

Wie aber der muslimische Intellektuelle Dr. Murad Wilfried Hofmann richtig darauf hinweist, kann der Koran nur im Gesamtkontext regelrecht verstanden werden: „Der Koran ist richtig nur zu verstehen, wenn man durch Kommentare mit den Anlässen der Einzeloffenbarungen und mit dem inneren, kohärenten Zusammenhang des Textes vertraut gemacht wird“.10

Auch der in Oxford lehrende Islamwissenschaftler Prof. Tariq Ramadan, warnt eindringlich mit den Worten davor: „Ein Wort aus seinem Kontext zu lösen, um seine Bedeutung zu bestimmen, ist ein methodologischer Irrweg“.11

Außerdem versichert der Koran selbst, dass die Details seines Inhalts im einzelnen zwischen seinen zwei Buchdeckeln allein nur ihm vorbehalten sei, diese ausgiebig zu erläutern: „(Dies ist) ein Buch, dessen Verse vervollkommnet und dann im Einzelnen erklärt worden sind – von einem Allweisen, Allkundigen“ (11:1).

Auch wird der selektive Vorgang im Heiligen Buch vehement kritisiert: „Glaubt ihr denn an einen Teil des Buches und leugnet einen anderen Teil? (2:85).

Ein weiterer Koranvers beschreibt in diesem Zusammenhang explizit die Juden als solche, die wegen des Sabbatbrechens als Affen gebrandmarkt wurden, da dieser Tag nach jüdischer Überzeugung ein Ruhetag ist:

Und gewiss habt ihr diejenigen unter euch gekannt, die das Sabbat-Gebot brachen. Da sprachen Wir zu ihnen: „Werdet ausgestoßene Affen(2:65).12

Wie es im Judentum bekannt ist, gilt der Samstag als der Sabbattag, indem jede arbeitsreiche Tätigkeit strengstens untersagt ist. So heißt es im Exodus, 20, 8-11: „ Gedenke des Sabbattages, das du ihn heiligest. Sechs Tage lang sollst du arbeiten und alle deine Geschäfte verrichten. Doch der siebente Tag ist ein Ruhetag für den Herrn, deinen Gott. Du sollst dann keinerlei Arbeit tun, weder du selbst noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der sich in deinen Toren befindet. Denn in sechs Tagen hat der Herr den Himmel und die Erde, das Meer und alles, was sich darauf befindet, erschaffen; doch am siebenten Tage ruhte er. Darum segnete der Herr den Sabbat und erklärte ihn für heilig“.13

Der islamische Historiker und Koranexeget at-Tabari (gest. 923) berichtet zum Vers: Und gewiss habt ihr diejenigen unter euch gekannt, die das Sabbat-Gebot brachen. Da sprachen Wir zu ihnen: „Werdet ausgestoßene Affen“ , dass der Prophet Muhammad diesen Koranvers an die Juden in Medina gerichtet rezitiert habe, um sie durch die ihnen bereits in ihrem Gedächtnis bekannte Geschichte von den Sabbatbrecher wieder ins Bewusstsein zu rufen.14

Durch die historische Erinnerung im Koran, wurde ein Teil der medinensischen Juden dazu angemahnt, nicht wie ihre Vorfahren in der Gegenwart eines Propheten, den Rahmen ihrer religiösen Gebote zu überschreiten. Denn unzählige Juden, gingen primär ihren Leidenschaften bzw. dem weltlichen Gewinn nach und verstießen somit offenkundig gegen die religiösen Gesetze.15

Des weiteren beschreibt der Koran in der Sure al-Araf Vers 163-167 die historische Begebenheit der Sabbatbrecher detailgenau:

Und frage sie nach der Stadt, die am Meer lag, und (danach,) wie sie den Sabbat entweihten, wie ihre Fische scharenweise an ihrem Sabbattage zu ihnen kamen. Doch an dem Tage, da sie den Sabbat nicht feierten, da kamen sie nicht zu ihnen. So prüften Wir sie, weil sie gefrevelt hatten. Und als eine Gemeinschaft unter ihnen sagte: „“Warum ermahnt ihr Leute, die Gott vernichten oder mit einer strengen Strafe bestrafen will?““ – da sagten sie (die Ermahner): „“Zur Entschuldigung vor eurem Herrn, und damit sie gottesfürchtig werden mögen. Und als sie das vergaßen, womit sie ermahnt worden waren, da retteten Wir jene, die das Böse verhindert hatten, und erfassten die Ungerechten mit peinlicher Strafe, weil sie gefrevelt hatten. Und als sie trotzig bei dem verharrten, was ihnen verboten worden war, da sprachen Wir zu ihnen: „Werdet denn verächtliche Affen!“.

Und weiter heißt es in Vers 169: „Es folgten ihnen dann Nachkommen, die die Schrift erbten (also die Juden); sie greifen aber nach den armseligen Gütern dieser niedrigen (Welt) und sagen: „“Es wird uns verziehen werden.““ Doch wenn (abermals) derartige Güter zu ihnen kämen, griffen sie wiederum danach. Wurde denn der Bund der Schrift nicht mit ihnen geschlossen, damit sie von Gott nichts als die Wahrheit aussagen sollten?“.

Die Meinungen der Islamischen Gelehrten gehen dabei erheblich auseinander, ob es sich bei der Verwandlung in Affen und Schweine im Folge dieses schwer wiegenden Bruchs des Gesetzes, tatsächlich um eine Metamorphose im wörtlichen Sinne gehandelt habe. Die überwiegenden klassischen Tafsir-Werke plädieren für eine wörtliche Lesart und halten deshalb die Umwandlung in Affen und Schweine als ein unabdingbares historisches Ereignis.

In der Frühzeit des Islam verfolgten jedoch nicht alle Korankommentatoren eine literalistische Lesart. So jedenfalls Mudschahid ibn Dschabr (gest. 722), ein bekannter Koranausleger in der zweiten Generation aus Mekka. Es ist durchaus bekannt, dass Mudschahid ein Koranexegetisches Werk verfasste, wobei jedoch anzumerken ist, dass nur noch Fragmente aus anderen Werken dazu erhalten geblieben sind. Für Mudschahid war es im Gegensatz keineswegs als eine Metamorphose zu deuten, denn Gott vermittelte den Sinneszustand unter Verwendung einer Metapher, um ein Sinnbild von den ausschweifenden Juden, allgemein und verständlich zu transportieren.16

Insofern erläutern einige wenige deutsche Koran-Übersetzungen in Fußnoten zu den Affen und Schweine die folgende Anmerkung dazu: „Die Verwandlung in Affen und Schweine ist eine Metapher für völlig oberflächliche und dem Sinnesgenuss verfallene Menschen“.17

Warum dürfen Muslime keine Juden und Christen als Freunde nehmen?

Viele christliche und jüdische Würdenträger halten eine enge freundschaftliche Beziehung zu den Muslimen für nicht möglich. Der Grund sei offensichtlich im Koran selbst begründet. Für den Theologen und Jesuiten Professor Samir Khalil Samir, beinhalten einige Koranverse unversöhnliche Grundhaltungen gegenüber den Schriftbesitzern.18Als Beleg führt Samir vor allem die folgende Koranstelle an: „O ihr, die ihr glaubt! Nehmt nicht die Juden und die Christen zu Freunden. Sie sind einander Freunde“ (Koran 5:51). 

Solange sich Muslime nicht gegen diese Aufforderung im Koran erheben, oder auch ansatzweise in Frage stellen, so wird es deshalb nach Samir auch unmöglich zu einer authentischen Freundschaft mit Muslimen kommen, geschweige denn auch nur denkbar sein.

Ludwig Hagemann, Professor für Systematische Theologie ist sogar der Ansicht, dass der Vers: „Nehmt nicht die Juden und die Christen zu Freunden“ im Mittelalter dazu geführt hat, die Christen im wahrsten Sinne des Wortes aus der Gemeinschaft der Gläubigen rücksichtslos auszuschließen: „Das Muhammad gegen Ende seines Lebens, als er die Macht auf der Arabischen Halbinsel errungen hatte, die endgültige Ausgrenzung der Christen vollzog, indem er sie aus der Gemeinschaft der Gläubigen ausschloss […]“.19

Ist es eine generelle Aufforderung vom Koran, Juden und Christen nicht als Freunde zu nehmen? Weshalb ermutigt der Koran die Muslime zur solch einer Haltung?

Zunächst sollte der maßgebliche Begriff „auliya“ näher erläutert werden. In den gängigen Übersetzungen wird es üblicherweise mit „Freunde“ wiedergegeben. Der türkische Koranforscher Mustafa Islamoglu, weist ausdrücklich darauf hin, dass der Begriff „auliya“ nicht ausschließlich mit „Freunde“ übersetzt werden kann. Vielmehr könnte es auch alternativ wie folgt übersetzt werden: „Weggefährte, Vertrauter, Autorität, Verbündeter, Vormund, Treuhänder und Beschützer“.20

Wegen dem verschiedenen Bedeutungsgehalt des Begriffs „auliya“, kann unweigerlich in den meisten deutschen Koran-Übersetzungen festgestellt werden, dass die Übersetzter letztendlich subjektiv eine von vielen Bedeutungen favorisieren können, wie zum Beispiel in den Übersetzungen von:

° „Nehmt Juden und Christen nicht als Vertraute“ (Koranübersetzung nach Mustafa Maher).

° „Nehmt euch nicht die Juden und die Christen zu Freunden“ (Koranübersetzung nach Rudi Paret).

° „Nehmt nicht die Juden und die Christen als Beistand“ (Koranübersetzung nach Ahmad Milad Karimi).

Traditionelle Korangelehrte wie ibn Kathir (gest. 1373), kommentierte den Koranvers 5:51 dahingehend, dass Juden und Christen die unbestreitbaren Feinde der Muslime seien. Bemerkenswert ist unter anderem, dass ibn Kathir diese Feindschaft verallgemeinert und auf alle Juden und Christen bis auf alle Ewigkeit bezieht. Schon in der ersten Zeile seiner Kommentierung zum entsprechenden Vers, schreibt er: „Möge Gott der Erhabene Seine Gläubigen Diener vor den Feinden des Islams und der Muslime, den Juden und Christen- Gott möge sie verfluchenvor einer Freundschaft bewahren!“.21

Der katholische Theologe Professor Hans Zirker macht in diesem Zusammenhang auf die oben bereits erläuterte Lesart des Koran nochmals aufmerksam. Nach Zirker können nicht willkürliche Koranverse aus dem Zusammenhang gerissen werden, um daraus bestimmte ideologische Interpretationen zu schlussfolgern. Erst der gesamte Kontext, erlaube gewisse Schlussfolgerungen ziehen zu können: „Die unterschiedlichen Bewertungen sind nur dann verständlich, wenn man die Kontexte dieser Verse mitberücksichtigt. Dort findet man jeweils gegensätzliche Umstände angesprochen. Wo vor den Juden und Christen gewarnt wird, lesen wir in der Nähe: „O ihr, die ihr glaubt, nehmt euch nicht die zu Freunden von jenen, denen vor euch die Schrift (Juden und Christen) gegeben wurde, und von den Ungläubigen, die mit eurem Glauben Spott und Scherz treiben und fürchtet Gott, wenn ihr Gläubige seid(Koran 5:57) […] Zweifellos haben wir es also bei den Bewertungen der „Leute der Schrift“ und insbesondere der Christen im Koran nicht mit allgemein gültigen Aussagen zu tun, sondern mit sehr situationsbezogenen“.22

Ähnlich wie Zirker betont auch der schiitische Gelehrte und ehemalige Ministerpräsident Irans Mehdi Bazargan besorgt darauf hin, dass es keinen allgemeinen Aufruf seitens des Korans impliziert wird, Andersgläubige nicht als Freunde zu nehmen. Entscheidend sind die Eigenschaften im Umgang mit den Muslimen und nicht der Glaube als solche: „Der Koran erklärt, dass das Verbot der Freundschaft (wilaya) mit den Buchbesitzern (Juden und Christen) nicht allgemein zu bewerten ist, sondern sich auf diejenigen unter ihnen bezieht, die sich wie Ungläubige und Götzendiener über die Muslime lustig machen und ihre Religion und den Gottesdienst als Spielzeug und als lächerlich betrachten“.23

Der Abschnitt in 5:57, der unmittelbar nach 5:51 folgt: „die mit eurem Glauben Spott und Scherz treiben“, definiert grundlegende Merkmale, welche es nicht erlauben diejenigen als Freunde zu nehmen, wenn sie zum Beispiel keinen Respekt vor anderen Religionen und Andersgläubigen haben, und dazu noch die Intention gehegt wird, die religiösen Ausdrucksformen der Orthopraxie zu diffamieren.

Der türkische Theologe Ali Ünal, beschreibt diese boshafte Charaktereigenschaft in seiner Koran-Übersetzung durch eine Ergänzung in Klammern im Text, um auf den historischen Kontext lediglich aufmerksam zu machen: „Nehmt euch nicht die Juden und die Christen (die den Muslimen gegenüber feindselig sind) zu Beschützern und Vertrauten“.24

Der Koran definiert offen, dass Freundschaften nicht ausschließlich nur Muslimen vorbehalten sei. In der Sure al-Mumtahana (die geprüfte) wird unmissverständlich darauf hingewiesen, mit wem Freundschaften einzugehen bzw. abzulehnen sind. So beschreibt der Vers: „Gott verbietet euch nicht, gegen jene, die euch nicht des Glaubens wegen bekämpft haben und euch nicht aus euren Häusern vertrieben haben, gütig zu sein und redlich mit ihnen zu verfahren; wahrlich, Gott liebt die Gerechten. Doch Gott verbietet euch, mit denen, die euch des Glaubens wegen bekämpft haben und euch aus euren Häusern vertrieben und (anderen) geholfen haben, euch zu vertreiben, Freundschaft zu schließen. Und wer mit ihnen Freundschaft schließt − das sind die Missetäter(Koran 60:8-9).

Danach kann grundsätzlich mit jedem eine Freundschaft eingegangen werden, doch wäre die grundlegende Voraussetzung hierfür, respektiert und nicht wegen des Glaubens erniedrigt bzw. gedemütigt zu werden.

Auch ist der folgende Koranvers 5:82 nicht anders zu deuten:

Sicherlich findest du, dass unter allen Menschen die Juden und die Götzendiener die erbittertsten Gegner der Gläubigen sind“.

Dieser Koranvers beschreibt ein historisches Ereignis, indem die Juden damals zusammen mit den arabischen Götzenanbetern ein gemeinsames Bündnis geschlossen hatten, um die Muslime in Medina zu vernichten. Muqatil ibn Sulayman (gest. 767) beschreibt diese Episode sinngemäß mit den folgenden Sätzen: „Als die Juden gegen den Propheten ein Krieg führen wollten, beschlossen sie strategisch, die arabischen Götzenanbeter (die sich bereits im Kriegszustand mit den Muslimen befanden) dabei zu unterstützen und sie darauffolgend noch intensiver auf die Muslime zu hetzen. Denn die Götzenanbeter pflegten bereits gegen den Propheten und seinen Gefährten eine enorme Feindschaft“.25

Insofern sind nicht alle Juden nach dem Vers: Sicherlich findest du, dass unter allen Menschen die Juden […] die erbittertsten Gegner der Gläubigen sind als Feinde des Islam zu bewerten, sondern nur jene, die einen aggressiv unerbittlichen Krieg gegen diese führen. Der Koran selbst legt offen dar, dass die von ihm benutzten Begriffe wie „Juden und Christen“ niemals verallgemeinert werden dürfen:

  • Unter ihnen (den Juden) sind Rechtschaffene, und unter ihnen gibt es welche, die nicht so sind“ (7:168).
  • Und unter den Leuten der Schrift (Juden und Christen) gibt es welche, die, wenn du ihnen eine große Summe anvertraust, dir diese aushändigen. Und unter ihnen gibt es auch solche, die, wenn du ihnen einen Dinar anvertraust, ihn dir nur aushändigen, wenn du stets hinter ihnen her bist“(3:75).
  • Sie sind aber nicht (alle) gleich. Unter den Leuten der Schrift (Juden und Christen) gibt es (auch) eine Gemeinschaft, die stets die Verse Gottes zur Zeit der Nacht verlesen und sich dabei niederwerfen. Diese glauben an Gott und an den Jüngsten Tag und gebieten das, was Rechtens ist, und verbieten das Unrecht und wetteifern in guten Werken; und diese gehören zu den Rechtschaffenen. Und was sie an Gutem tun, wird ihnen niemals bestritten; und Gott kennt die Gottesfürchtigen“ (3:133-115).

Warum vertrieb Muhammad die Juden aus Medina?

Zunächst ist es eine falsche Unterstellung, als habe der Prophet allem Anschein nach alle Juden aus Medina vertrieben. In der Tat gab es nach und nach Konflikte mit den drei jüdischen Stämmen der Banu Qaynuqa, Banu Nadir und der Banu Qurayza. In diesem Fall dokumentieren alle islamisch-schriftlichen Quellen freigebig davon, indem die namentlich genannten Stämme, Mordanschläge bzw. Kriege gegen den Propheten angestiftet hatten.26 Dies führte schließlich dazu, dass die benannten jüdischen Clans die Stadt Medina verlassen mussten27, obwohl der Prophet zuvor mit ihnen in der „Verfassung von Medina“, grundlegende Verträge zur gegenseitiger Sicherheit und Beistand gegen die Angriffe von außen ratifiziert hatte.28 So steht direkt im Artikel 1 des Abkommens, dass sich die Juden von Medina zusammen mit den Muslimen zur Abwehr eines kriegerischen Angriffs von außen, „zur Seite stehen“ sollten:

Dies ist ein Abkommen des Gesandten Gottes zwischen den Gläubigen und Muslimen von den Quraisch und den Leuten von Yathrib (später wurde die Stadt in Medina umbenannt) und denen, die sich unter ihnen aufhalten und sich ihnen angeschlossen haben und ihnen im Kampf zur Seite stehen“.29

Auch nach dem Abgang der drei rebellischen Stämme, pflegten die Muslime weiterhin gute Beziehungen zu den anderen Juden in Medina. Schließlich hegten nur die drei verbitterten Stämme, weiterhin Feindseligkeiten gegen sie. Die vom Koran regelrecht vorgebrachte scharfe Kritik an die Juden, darf keinesfalls verallgemeinert werden und ausschließlich nur im Kontext seiner Verkündigung verstanden werden.

Der Prophet des Islam ist weder gegen unschuldige Juden vorgegangen, noch hat er sie aus Medina willkürlich verbannen lassen, deshalb richtete sich der Antagonismus nur gegen die Vertragsbrecher.30

Die international renommierte Religionswissenschaftlerin Karen Armstrong beschreibt diesen Umstand wie folgt: „Der Zwist stand nicht mit einer besonderen Feindseligkeit gegen die Juden allgemein im Zusammenhang, sondern nur gegen die drei rebellischen Stämme. Der Koran verehrte weiterhin jüdische Propheten und mahnte die Muslime, die Leute der Schrift zu achten. Kleinere jüdische Gruppen lebten weiterhin in Medina, und später genossen Juden wie Christen in islamischen Reichen volle Religionsfreiheit“.31

Auch Martin Forwand, Dozent für Geschichte an der Universität Cambridge, unterstreicht das selektive Vorgehen von Muhammad: „Wenn der Koran die yahud, „Juden“ anspricht, so bezieht sich das in der Hauptsache auf diejenigen Juden, die Muhammads Wirken in Medina entgegenstanden. Insofern kann man davon ausgehen, dass es zu keiner Zeit die Absicht Muhammads oder des Korans war, die Juden insgesamt zu verurteilen“.32

Hier stellt sich allerdings berechtigt die Frage, wie es eigentlich sein kann, dass in den wichtigsten Hadith-Kompendien antijüdische Ressentiments bedient werden, wie z. B. die bereits oben zitierte Überlieferung:

Wenn das Jüngste Gericht bevorsteht, werden die Muslime die Juden bekämpfen. Diese suchen zu entkommen und verstecken sich hinter Steinen und Bäumen. Da beginnen die Steine und Bäume zu schreien: „Oh, Muslim, oh Diener Gottes, ein Jude verbirgt sich hinter mir. Komm und töte ihn!33

Kurioserweise wurde im Angesicht dazu in der Spätphase von Medina (das heißt die letzten Abschnitte des Koran) ein Vers offenbart34, der ausdrücklich die Vermählung mit Jüdinnen und Christinnen erlaubt:

Heute sind euch alle guten Dinge erlaubt. Und die Speise derer, denen die Schrift gegeben wurde, ist euch erlaubt, wie auch eure Speise ihnen erlaubt ist. Und ehrbare gläubige Frauen und ehrbare Frauen unter den Leuten, denen vor euch die Schrift gegeben wurde (also Jüdinnen und Christinnen), wenn ihr ihnen die Brautgabe gebt […]“.

Es mutet in der Tat seltsam an, während ein Hadith zugleich die Vernichtung aller Juden in der Endzeit durch ein Szenario vorausgesagt haben will und im Gegensatz dazu, im Koran die Heirat mit den Frauen der Schriftbesitzer für erlaubt erklärt wird. Wie ist es in diesem Zusammenhang nur möglich, auf der einen Seite mit Jüdinnen eine Heirat zu begehren und im gleichen Augenblick eine Geisteshaltung zu haben, noch kurz vor dem Weltende seine jüdischen Verwandten, die durch die Heirat mit seiner Frau zustande gekommen ist, erbarmungslos zu vernichten? Danach soll die ontologische Feindschaft gegen die Juden- insbesondere durch die zitierte Überlieferung- um jeden Preis aufrecht erhalten, andererseits und im Widerspruch demgegenüber, der Koran trotzdem die verwandtschaftliche Beziehung zu ihnen durch Ehegemeinschaften gewürdigt bzw. ermutigt zu haben? Inzwischen ist die Arbeit derer nicht mehr zu unterschätzten, die aufgrund der Glaubwürdigkeitswillen und der prekären Situation um die Authentizität der Hadithe, für eine neue methodologisch-alternative Herangehensweise plädieren.35

Hiernach werden strengere Kriterien für die Annahme einer authentischen Überlieferung angelegt. Die klassischen Hadith-Gelehrten beschränkten sich vielmehr auf die Überlieferungsketten (isnad) der Hadithe, anstatt sie durch den Inhalt (matn) des Koran zu durchsieben.

Der Koran nimmt einen Juden in Schutz

Gott offenbarte in der Sure an-Nisa zehn Verse, um einen unschuldigen Juden von einer ungerechtfertigten Anklage freizusprechen. Ta´man ibn Ubayrak war ein Sahaba (Gefährte des Propheten)36 des Stammes der Ansar in Medina. Dieser entwendete heimlich eine Rüstung von einem anderen Muslim. Als er jedoch ahnte verdächtigt zu werden, das Diebesgut bei sich zu haben, legte er insgeheim die Rüstung im Haus seines jüdischen Nachbarn hin. Kurz danach wurde das Diebesgut von seinem eigentlichen Inhaber im Haus des jüdischen Bewohners durch die Doppelmoral und Beihilfe von Ta´man ibn Ubayrak ausfindig gemacht. Der jüdische Nachbar beteuerte vergebens seine Unschuld und konnte sich nicht erklären, wie es schließlich in sein Haus gelangen konnte. Plötzlich strömten zwischenzeitlich auch andere Muslime herbei und fingen schamlos an, den Jüdischen Medinenser als schmutzigen Dieb zu diffamieren, woraufhin der Prophet alsbald herbeieilte. Die Sahabas versuchten lautstark den Propheten zu beeinflussen, indem sie ihm ständig einredeten: „Oh Prophet Gottes, dieser schmutzige Jude ist ein gottloser!“.37 Genau in dieser Atmosphäre offenbarte Gott die nachfolgenden Koranverse mit dem Hinweis darauf, dass auch ein Prophet schließlich nur ein Mensch sei, weshalb er zwischenzeitlich sogar unter dem Einfluss der Angehörigen von Ta´man ibn Ubayrak´s stand:

Wir haben dir das Buch (den Koran) mit der Wahrheit herabgesandt, damit du nach Gottes Vorschriften, die dir offenbart worden sind, unter den Menschen Urteile fällst. Du (Muhammad) darfst keinen Betrüger verteidigen. Denke an Gott, wenn du richtest, und bitte Ihn um Vergebung, ist Er doch voller Vergebung und Barmherzigkeit! Verteidige die Betrüger nicht, die sich in ihrem Innern dem Betrug verschrieben haben! Gott liebt nicht die, die verlogen und sündhaft sind. Sie verstecken sich vor den Menschen, vor Gott aber können sie sich nicht verbergen, da Er immer anwesend ist und weiß, was für unerhörte Pläne sie heimlich schmieden. Gottes Wissen entgeht nichts. Ihr habt sie in diesem Leben verteidigt. Wer aber wird für sie beim Jüngsten Gericht sprechen und wer würde sich dann ihrer annehmen? Wer Böses begeht oder sich selbst Unrecht tut und dann Gott um Vergebung bittet, wird Gott voller Vergebung und Barmherzigkeit finden. Wer eine Sünde begeht, belastet nur sich selbst damit. Gottes Wissen und Weisheit umfassen alles. Wer eine Sünde begeht oder sich eines Vergehens schuldig macht und sie einem Unschuldigen anlastet, der bürdet sich eine ruchlose Verleumdung und eine offensichtliche Sünde auf. Wenn Gott dich (Muhammad) nicht mit Seiner Gunst und Barmherzigkeit bedacht hätte, hätten einige Leute versucht, dich irrezuführen. In Wirklichkeit führen sie sich selbst irre (ohne sich dessen bewusst zu sein). Sie können dir keinen Schaden zufügen. Gott hat dir das Buch und die Weisheit herabgesandt und dich gelehrt, was du nicht wusstest. Die Gunst, die Gott dir erwiesen hat, ist überaus groß. Bei ihren vertraulichen Gesprächen kommt oft nichts Gutes heraus, es sei denn, dass einer zu wohltätiger Spende, einer guten Tat oder einer Versöhnung unter den Menschen aufruft. Wer das tut, um Gott zu gefallen, dem gewähren Wir hohen Lohn. Wer sich, nachdem er die Rechtleitung erkannt hat, dem Gesandten widersetzt und einen anderen Weg geht, als den der Gläubigen, den lassen Wir den gewählten Weg gehen. Am Jüngsten Tag wird er in die Hölle kommen. Welch schlimmes Ende!“ (4:105-115).

Auf dieser Grundlage urteilte anschließend der Prophet Muhammad den muslimischen Dieb Ta´man ibn Ubayrak für schuldig und sprach seinen jüdischen Nachbar vom Anklagepunkt frei. Ta´man ibn Ubayrak war so verbissen und enttäuscht von diesem Urteil gewesen, so das er seinen Islam abrupt ablegte und unverzüglich nach Mekka emigrierte und dort anschließend wieder zum Götzenanbeter wurde.38

Kurzum: Würde der Prophet nicht durch die Offenbarung und die Gnade seines Schöpfers bestärkt gewesen, so hätten die Sahabas ihn mit größter Wahrscheinlichkeit zu einem falschen Urteil gegen den unschuldigen jüdischen Mitbürger bewegt. Der Koran ermahnt die Muslime dagegen eindringlich, die Gerechtigkeit gegen jeden kompromisslos walten zu lassen:

O ihr, die ihr glaubt! Setzt euch für Gott ein und seid Zeugen der Gerechtigkeit. Und der Hass gegen eine Gruppe soll euch nicht (dazu) verleiten, anders als gerecht zu handeln. Seid gerecht, das ist der Gottesfurcht näher (5:8).

Resümee

In der islamischen Geschichte gab es immer wieder den Versuch, den Bericht um Ta´man ibn Ubayrak zu unterschlagen, wie es unter anderem von Ibn Kathir (gest. 1373) und dem zeitgenössischen Korankommentator Prof. Süleyman Ates vertreten wird. Für den renommierten Theologen Prof. Yasar Nuri Öztürk besteht kein Zweifel daran, dass die beiden genannten Exegeten bewusst die eigentlichen Fakten verdreht hätten. Denn beide betonen nachhaltig in ihren Werken, in der Person von Ta´man ibn Ubayrak einen „Munafiq“ (Heuchler) anstatt ihn als ein Muslim zu personifizieren. Nach Öztürk hat diese Intention einen evidenten Hintergrund. Hiernach sei es ein Minderwertigkeitskomplex vieler Muslime sich ehrlicherweise selbst einzugestehen, dass der Koran im Namen der Gerechtigkeit- auch wenn es um das aufdecken der Sünde eines Prophetengefährten handelt- auf der Seite des unschuldigen Juden zu sein und insbesondere seine Rechte auf die unhaltbaren Vorwürfe hin zu verteidigen.39

Die noch immer zum Teil negative Wahrnehmung des Propheten im Kontext der medinensischen Juden, steht völlig im Widerspruch zu einem Mann, der alle Menschen ungeachtet ihrer Ethnie und religiösen Zugehörigkeit zutiefst respektierte. Als eines Tages der Prophet mit seinen Gefährten saß, wurde ein Leichenzug getragen. Als Muhammad dieses sah, stand er auf um seine Anteilnahme von Respekt vor dem Menschen auszudrücken. Darauf hin erwiderten seine Gefährten, dass es sich hierbei doch nur um den Leichnam eines Juden handeln würde, woraufhin der Prophet antwortete: „Ist er denn kein Mensch?“.40

1 So jedenfalls Hans-Peter Raddatz, Von Gott zu Allah?, S. 280-286, 2. überarbeitete Auflage, Herbig Verlag 2001.

2 Zitiert aus: Peter Ortag, Islamische Kultur und Geschichte, S. 39, Hrsg. Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung 2006.

3 Siehe hierzu: Johann Christoph Bürgel, Allmacht und Mächtigkeit, S. 73-80, C.H. Beck Verlag 1991.

4 Zitiert aus: Matthias Küntzel, Islamischer Anti-Semitismus und deutsche Politik. Berlin 2007, S. 154.

5 Vgl. Johan Bouman, Der Koran und die Juden, S. 100, Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1990.

6 Zitiert aus: Abu Zaid, Ein Leben mit dem Islam, S. 7, Herder Verlag 1999.

7 Zitiert aus: Gerd Lüdemann, Das unheilige in der Heiligen Schrift, S. 118, 3. Auflage 2004 zu Klampen Verlag.

8 Alexander Flores, Zivilisation oder Barbarei? Der Islam im historischen Kontext, S. 212, Verlag der Weltreligionen, 1. Auflage 2011.

9 Überliefert in: Sahih Bukhari, Bd. 4, Buch 52, Nr. 176. Sahih Muslim, Buch 41, Nr. 6981.

10 Vgl. Der Islam als Alternative, S. 34, 6. Auflage Cagri Yayinlari, Istanbul 2010.

11 Zitiert aus: Der Islam und der Westen, S. 295, 1. Auflage, MSV-Verlag, Köln 2000.

12 Siehe in diesem Zusammenhang auch die folgende Koranverse an: 4:47, 4:154.

13 Vgl. auch die Stelle in: Deuteronomium, 5: 12-15.

14 Dschāmiʿ al-bayān ʿan taʾwīl āy al-Qurʾān, S. 233, Bd. 1, Hisar Yayinevi, Istanbul 2012.

15 Vgl. Muhammad Asad, Die Botschaft des Koran, S. 299, Fußnote 129, 4. Auflage Patmos Verlag 2015.

16 Dschāmiʿ al-bayān ʿan taʾwīl āy al-Qurʾān, S. 236, Bd. 1, Hisar Yayinevi, Istanbul 2012.

17 So jedenfalls Murad Wilfried Hofmann in seiner überarbeiteten Koran-Übersetzung zum Koranvers 5:60.

18 Vgl. hierzu: 100 Fragen zum Islam, 156-157.

19 Siehe hierzu: Christentum contra Islam, S. 8, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1999.

20 Vgl. Hayat Kitabi Kur´an, S. 202, 2. Auflage 2008.

21 Tefsir´ul-Qur´an il-Azim, Bd. 3, S. 350.

22 Der Koran, Zugänge und Lesarten, S. 137-138, Primus Verlag 1999.

23 Und Jesus ist sein Prophet, S. 73-74, Verlag C. H. Beck 2006.

24 Ali Ünal, Der Koran und seine Übersetzung, S. 296, Fontäne Verlag, 1. Auflage 2010.

25 Siehe hierzu: Tafsir-i Kabir, S. 496, Bd. 1, Isaret Yayinlari, 1. Auflage 2006 Istanbul.

26 Vgl. dazu: Salih Suruc, Das leben den Propheten Muhammad, S. 544-546, S. 622-628 und S. 697-673 mit den dazugehörigen Primäquellen.

27 Nur beim Fall von Babn Quraiza gehen die Berichte weit auseinander, denn in den einschlägigen Quellen wird davon berichtet, dass wegen des Hochverrats die Zahl der exekutierten Mitglieder des Stammes zwischen 70 und 600 liegen würden. Siehe hierzu im Detail: https://antikezukunft.de/2014/12/19/massakrierte-muhammad-900-juden-an-einem-tag/.

28 Siehe hierzu besonders: Murad Wilfried Hofmann, Den Islam verstehen, S. 139-151, Cagri Yayinlari 2007, Istanbul.

29 Siehe zu der Verfassung in: http://www.eslam.de/manuskripte/vertraege/verfassung_von_medina.htm (zuletzt abgerufen am 15.10.15.

30 Vgl. dazu: Mustafa Islamoglu, Yahudilesme Temayülü (dt. Die Tendenz, im Charakter jüdisch zu werden), S. 131, 18. Auflage, Düsün Yayinlari Istanbul 2011.

31 Zitiert aus: Kleine Geschichte des Islam, S. 37, Verlag Bvt Dezember 2001.

32 Zitiert aus: Mohammed-Der Prophet des Islam, S. 88-89, Verlag Herder 1998.

33 Siehe zur Quellenangabe Fußnote 9.

34 Vgl. dazu: Muhammad Asad, Die Botschaft des Koran, S. 194, 4. Auflage 2015, Patmos Verlag.

35 Hier sei ganz besonders auf die zwei Arbeiten des Hadith-Wissenschaftlers Prof. Hayri Kirbasoglu zu verweisen: „Alternatif Hadis Metodolojisi“ (dt. Die alternative Hadith-Methodologie) und „Islam Düsüncesinde Sünnet-Elestirel bir Bakis“ (dt.Die Sunna im islamischen Denken-Eine kritische Herangehensweise) zu verweisen.

36 Bisweilen gab es auch den Versuch der Exegeten, Ta´man als einen Heuchler darzustellen, weil viele noch davon ausgehen, das neben dem Propheten auch die Sahabas sündenfrei wären. Vgl. dazu: https://antikezukunft.de/2012/10/20/waren-die-propheten-sundenfrei/.

37 Siehe hierzu: At-Tabari, Dschāmiʿ al-bayān ʿan taʾwīl āy al-Qurʾān, S. 108, Bd. 3, Hisar Yayinevi, Istanbul 2012.

38 Vgl. dazu: At-Tabari, Dschāmiʿ al-bayān ʿan taʾwīl āy al-Qurʾān, S. 102-109, Bd. 3, Hisar Yayinevi, Istanbul 2012.

39 Vgl. Yasar Nuri Öztürk, Dincilik, S. 419-428, Verlag Yeni Boyut, 2. Auflage Istanbul 2010.

40 Überliefert bei Bukhari, Cenaiz 50.

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